kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

KBV begrüßt Beschluss zur Pflegereform
Müller: Kooperation von Heimen und Niedergelassenen ist der richtige Weg

Berlin (ots) - Anlässlich der heute vom Bundestag konsentierten Pflegereform hat Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in Berlin erklärt: "Das nun beschlossene Pflegeweiterentwicklungsgesetz ist in seiner jetzigen Form ein gutes Ergebnis für alle Betroffenen. Dafür haben wir, zusammen mit der Bundesärztekammer, in den vergangenen Wochen hart gearbeitet. Die Lösung, auf die sich die Koalition nun geeinigt hat, sieht ein gestuftes Verfahren vor. Treten Versorgungsengpässe auf, können Heime mit geeigneten Vertragsärzten Kooperationsverträge schließen. Gelingt das dem Heim nicht alleine, kann es bei der Kassenärztlichen Vereinigung einen Antrag stellen. Diese hat dann sechs Monate Zeit, einen Kooperationsvertrag zu schmieden. Erst wenn das nicht funktioniert, kann das Heim über angestellte Ärzte als ermächtigte Institution an der Versorgung teilnehmen. Wenn beispielsweise eine Ärztin mehrere Heime betreut, ist eine persönliche Ermächtigung vorgesehen. Ein weiterer Erfolg sind die neuen Abrechnungsziffern in der vertragsärztlichen Gebührenordnung für delegierbare ärztliche Tätigkeiten. Medizinische Fachangestellte können damit im Auftrag eines Vertragsarztes einen Patienten zu Hause betreuen. Hierbei handelt es sich um neue Leistungen, die auch mit zusätzlichem Honorar verbunden sind. So werden entsprechende Modelle eindeutig den Vorrang bekommen vor Modellen mit der Substitution ärztlicher Leistungen. Damit in Substitutionsmodellversuchen kein heilloser Wildwuchs entsteht, wird der Gemeinsame Bundesausschuss in einer Richtlinie festlegen, welche Tätigkeiten dafür in Frage kommen." Pressekontakt: Dr. Roland Stahl, Tel.: 030 / 4005 - 2202 Tanja Riepelmeier, Tel.: 030 / 4005 - 2240 Nadine Hintzke, Tel.: 030 / 4005 - 2208 Original-Content von: kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung, übermittelt durch news aktuell

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