VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

EU setzt guten Ruf Europas als Investitionsstandort aufs Spiel

VDMA: Firmenübernahmen dürfen nicht nach Gutdünken erschwert werden

Brüssel/Frankfurt, 13. September 2017 - Die EU will mit einer verschärften Investitionskontrolle offene Türen im Handel mit Europa tendenziell verschließen - nach Ansicht der Maschinenbauer wäre das eine grundsätzlich falsche Maßnahme. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann erklärt dazu:

"Die EU-Kommission setzt mit dem Vorschlag zur Investitionskontrolle Europas guten Ruf als Investitionsstandort aufs Spiel. Die Kriterien für schützenswerte Industriezweige sind so weit gefasst, dass die Mitgliedstaaten praktisch nach Gutdünken Firmenübernahmen verbieten können. Es passt nicht zusammen, dass die EU ständig fehlende Investitionen in Europa beklagt, aber heimischen Unternehmen der Zugang zu Kapital aus dem Ausland erschwert werden soll. Die Sorge, dass europäische Technologien durch Investoren abgezogen werden, steht im klarem Gegensatz zu den überwiegend guten Erfahrungen, die der Maschinenbau mit Investoren aus China gemacht hat. Mit der Investitionskontrolle gibt man China neue Argumente, den eigenen Markt vor europäischen Unternehmen abzuschotten. Es ist höchst bedenklich, dass die Kommission einen so weitreichenden Eingriff ohne eine vorherige Konsultation der betroffenen Industrien vornimmt."

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell gut 1 Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 220 Milliarden Euro (2016) ist der Maschinenbau größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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