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Niedrige Energiekosten in den USA locken Chemie- und Stahlunternehmen aus Europa

Niedrige Energiekosten in den USA locken Chemie- und Stahlunternehmen aus Europa
US-Erdgasförderung und -verbrauch von 2000 bis 2040. Quelle: U.S. Energy Information Administration (EIA), KPMG. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/33170 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/KPMG/U.S. Energy Information Administration (EIA)"

Berlin (ots) - Günstige Preise für Öl und Gas machen eine Produktion in den USA für energieintensive Industrien aus Deutschland immer attraktiver. Unternehmen wie Bayer, BASF und Wacker Chemie expandieren bereits stärker in die Vereinigten Staaten oder prüfen Investitionsmöglichkeiten in Amerika, ebenso europäische Stahlunternehmen wie ArcelorMittal und Voestalpine. Ein Anreiz für die deutsche Chemiebranche, ihre Produktion zu verlagern, ist der rund 60 Prozent günstigere US-Gaspreis. Niedrige Energiekosten sollen die amerikanische Industrie wieder wettbewerbsfähig machen und die Arbeitslosenquote verringern.

Umfeld für energieintensive Industrien bleibt in den USA günstig

Jüngste Erhebungen von KPMG zeigen, dass die Energiepreise in den USA mittelfristig niedrig bleiben dürften und für Branchen mit hohem Energiebedarf aus Europa ein günstiges Produktionsumfeld beibehalten wird. So bleibt Erdgas aus unkonventionellen Quellen laut dem "KPMG Outlook 2014" weiter günstig. Nach Angaben der amerikanischen Energiebehörde EIA sorgt die ausgebaute Förderung dafür, dass die Vereinigten Staaten etwa bis zum Jahr 2017 vom Erdgasimporteur zum Nettoex¬por¬teur werden. Ab diesem Zeitpunkt werde die einheimische Förderung den Verbrauch übersteigen.

Raffineriekapazitäten in den USA steigen

Außerdem glauben laut dem "KPMG Energy Industry Outlook Survey 2014" knapp drei Viertel der befragten Experten an einen unabhängigen US-Energiesektor bis 2030 - 11 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor (62 Prozent) und 21 Prozentpunkte mehr als 2012 (52 Prozent). Parallel zur steigenden Förderung von Schiefergas und -öl in den USA erhöhen sich auch die US-Raffineriekapazitäten spürbar. Günstige Energie und niedrige Rohstoffpreise sowie das seit 1973 bestehende Exportverbot für US-amerikanisches Rohöl sind die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung. Dieses steigende Angebot drückt auf die Gewinnmargen im europäischen Downstreamgeschäft.

"Ein weiterer Indikator für die fortschreitende Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Mineralölindustrie ist die allmähliche Verringerung der Kaufpreisspanne zwischen der US-amerikanischen Erdöl-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) und seinem europäischen Pendant Brent", kommentiert Michael Salcher, Partner und Head of Energy & Natural Resources bei KPMG. Als eine weitere Auswirkung der Entwicklungen im US-amerikanischen Raffineriemarkt sieht er konstante Kraftstoffpreise: "Der Kapazitätsausbau in den USA gepaart mit einem Überangebot auf dem europäischen Markt sollte mittelfristig für stabile Preise an Deutschlands Zapfsäulen sorgen - vorausgesetzt die globalen Rahmenbedingungen bleiben gleich."

Link zum "KPMG Outlook 2014" (Dokument in englischer Sprache): http://ots.de/R1dCb

Zur Person:

Michael Salcher ist Partner im Bereich Transactions & Restructuring und beschäftigt sich mit Planungs- und Bewertungsfragen im Energiesektor. Als Head of Energy & Natural Resources für Deutschland bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG leitet er gemeinsam mit seinem Partnerkollegen Manfred Hannich zudem das im Frühjahr 2014 gestartete KPMG Global Energy Institute EMEA in Berlin - ein Think Tank zur Lösung von Problemstellungen rund um das Zukunftsthema Energie.

Michael Salcher steht Ihnen für Rückfragen zum "KPMG Outlook 2014" und für vertiefende Interviews gern zur Verfügung.

Pressekontakt:

Sarah Stevens
fischerAppelt, advisors GmbH
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069/427 26 16 - 837

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