ots.Audio: Aktuell zum Welttag des Waldes am 21. März: "Klimaschutz im Einkaufskorb"
Hochheim/Main (ots) -
Vorschlag zur Anmoderation (live im Studio) (Uhrzeit/Stationcall) Ob beim Treffen der G8-Staaten in Heiligendamm oder beim UN-Gipfel auf Bali - das Thema Klimaschutz steht seit letztem Jahr weit oben auf der Agenda der hohen Politik. Das ist gut so - bringt aber nur dann was, wenn auch der Otto-Normal-Verbraucher seinen Beitrag leistet. Wir haben den Tag des Waldes heute [21. März] zum Anlass genommen, uns mal umzuhören: Was tun Sie im Alltag eigentlich für den Klimaschutz?
Umfrage: Ich lass das Auto meistens stehen./ Strom sparen, keine Ananas im Winter./ Wenn ich an der Gemüsetheke bin, pack ich die Sachen nicht noch extra in irgendwelche Plastikbeutel. / Ich kauf auch sehr viel auf dem Markt./ Keine Plastikverpackung, eher Papierverpackung, Pappe ...
Moderator: Also viele haben es tatsächlich schon auf dem Schirm, dass Klimaschutz im Kleinen anfängt - zum Beispiel beim Einkaufen. Was man im Supermarkt beachten sollte, erklärt Georg Abel von der Verbraucher Initiative:
O-Ton Georg Abel: Wer Obst und Gemüse aus der Region kauft und natürlich auch die Saisonzeiten beachtet, der hilft, unnötige Transporte zu vermeiden. Und wer zum Beispiel weniger Tiefkühlprodukte kauft, der spart Energie und damit auch Co2. Und bei der Verpackung - auch das ist ein wichtiges Thema - sollte man auf weniger verpackte Waren achten, aufwändige Plastikverpackungen meiden und eher zum Getränkekarton greifen.
Moderator: Herr Abel, Sie empfehlen Getränkekartons: Die sind ja aus Holz gemacht - schlägt das auf dem Öko-Konto nicht negativ zu Buche?
O-Ton Georg Abel: Es kommt drauf an, wie die Rohstoffe gewonnen werden, das ist klar, aber Holz ist auf jeden Fall ein nachwachsender Rohstoff. Für Plastikverpackungen brauchen wir Öl, das ist ein begrenzt vorhandener Rohstoff, also weniger vorteilhaft. Bei den Getränkekartons kann man noch zusätzlich sagen, sie sind vom Umweltbundesamt als ökologisch vorteilhaft eingestuft, sie sind vom Pfand befreit und man sollte allerdings als Verbraucher diese Kartons recyclen - Recycling hilft beim Klimaschutz.
Moderator: Einer der führenden Verpackungshersteller in Deutschland ist Tetra Pak. Laut Umweltexpertin Erika Mink kann gerade Ihre Branche viel für den Klimaschutz tun:
O-Ton Erika Mink: Weil unsere Getränkekartons bis zu 80 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen und das wiederum stammt zu 100 Prozent aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Weiterhin lassen sich unsere Getränkekartons sehr gut stapeln. Das spart Platz beim Transport, man braucht weniger LKW und der Co2-Ausstoß bleibt insgesamt geringer.
Moderator: Wie Erika Mink mir erklärt hat, bedeutet nachhaltig wirtschaften, dass die Wälder direkt nach der Holzernte wieder aufgeforstet werden. So bleibt der Bestand erhalten und das Klima wird geschont. Bäume binden nämlich gerade in der Wachstumsphase viel Kohlendioxid aus der Luft, geben Sauerstoff ab und tragen so zum Ausgleich des Treibhauseffekts bei. - Also, wie man sieht, kann jeder seinen Beitrag leisten - und sollte das auch tun!
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