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"Staat darf sich das Kapital Frau nicht entgehen lassen" / Unternehmerin Britta Steilmann fordert in Reader's Digest mehr Angebote für berufstätige Familienmanagerinnen

    Stuttgart (ots) - Die deutsche Politik und Wirtschaft muss nach
Auffassung von Unternehmerin Britta Steilmann mehr dafür tun, damit
Frauen sowohl im Beruf als auch in der Familie erfolgreich sein
können. "Bund, Städte und Gemeinden sollten mehr Angebote für
berufstätige Familienmanagerinnen schaffen. Das reicht vom
Ganztageskindergarten über Ganztagesschulen bis hin zur Möglichkeit,
Haushaltshilfen von der Steuer abzusetzen", fordert die erfolgreiche
Unternehmerin in einem Beitrag für das Magazin Reader's Digest
(Juni-Ausgabe).
    
    Steilmann, Jahrgang 1966, gehört laut dem US-Magazin Fortune zu
den 50 mächtigsten Frauen außerhalb der USA. Und die ehemalige
"Ökomanagerin des Jahres" (Capital, 1993), die seit Jahren für
moralische Führungskonzepte plädiert, hält in dem Beitrag nicht mit
Kritik an den bestehenden Zuständen zurück. "Staat und Betriebe
müssen Frauen den Boden für ihren beruflichen Erfolg bereiten. Hier
hinkt Deutschland mit dem Drang, Dinge zu regulieren, anderen
europäischen Arbeitsmärkten hinterher." Steilmann beklagt vor allem
die bürokratischen Hindernisse. Obwohl 68 Prozent der
Akademikerinnen, also potenzielle Führungskräfte in Deutschland,
Kinder hätten, dürften Betriebe nur unter hohen staatlichen Auflagen
nötige Betriebskindergärten gründen. Steilmann fordert deshalb eine
Abkehr von starren Strukturen und den Willen zu mehr Innovationen:
"Das Einrichten von Heimbüros mit flexiblen Arbeitszeiten ist ein
Zukunftsinstrument." So etwas sei nötig, so Steilmann, "damit sich
der Staat und die Betriebe das Kapital Frau nicht entgehen lassen".
    
    Schon jetzt sieht Steilmann, die nach dem Studium 1987 im
väterlichen Bekleidungskonzern in Bochum eintrat, 1999 die Firma
wegen interner Streitigkeiten verließ, zwei Jahre später aber als
Geschäftsführerin zurückkehrte, ihr Geschlecht auf dem Vormarsch.
Zwar gebe es derzeit in Deutschland nur eine Minderheit von Frauen in
Führungspositionen, auf Dauer werde aber jeder zweite Chef weiblich
sein. "Die Quote könnte die 50-Prozent-Marke sogar noch deutlich
überschreiten", glaubt Steilmann. "Frauen verfügen über emotionale
Stärken und sind oft sachorientierter als Männer."
    
    In diesem Zusammenhang fordert Steilmann im Beitrag für Reader's
Digest ihre Kolleginnen zu mehr Mut auf. "Wenn Frauen eine
Führungsposition wollen, dann müssen sie sich bewusst der
Verantwortung stellen und sie übernehmen." Dazu gehöre dann aber, im
Arbeitsalltag ebenso hart zu entscheiden und Konflikte auszutragen
wie die männlichen Kollegen dies tun. "Frauen, die nach oben wollen,
rate ich: Analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen. Suchen Sie den
Erfolg. Führen Sie offen und klar, lösen Sie Probleme im Team."
    
    Zumindest an einem Punkt sieht die Unternehmerin, die eine der
jüngsten Trägerinnen des Bundesverdienstkreuzes ist, im eigenen Lager
Verbesserungsbedarf. Frauen, so Steilmann, hätten nach wie vor
Probleme damit, ihre Erfolge so sichtbar wie ein Mann zu
kommunizieren. Sie fordert deshalb die Frauen auf, mehr
Selbstbewusstsein zu zeigen, Kompetenzen zu betonen, sich in
strittigen Fragen durchzusetzen - aber das mit allen Risiken, die aus
dieser wachsenden Gleichberechtigung erwachsen: "Sie muss sich aber
auch darüber im Klaren sein, dass ihr im Falle eines Scheiterns mit
der gleichen Härte entgegengetreten wird wie ihren Kollegen."            
                
    Für nähere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juni-Ausgabe von Reader's Digest
ist ab dem 27. Mai 2002 an zentralen Kiosken erhältlich.

    Pressemitteilung zum Download:
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Magazin Reader's Digest)
    
    
    
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