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Wie Bruce Willis das Stottern besiegte
Der US-Schauspieler im Reader's Digest-Interview über die Schauspielerei, seine Kinder und US-Präsident Bush

    Stuttgart (ots) - Bruce Willis, einer der weltweit erfolgreichsten Schauspieler, hat sich als Anhänger von US-Präsident George Bush geoutet. "Ich finde, er macht seine Sache sehr gut", sagt Willis in einem Interview mit dem Magazin Reader's Digest (Juni-Ausgabe). Vor allem die Personalauswahl des amtierenden republikanischen Staatsoberhauptes hat es dem 47-jährigen Kinohelden angetan. Seine Lieblinge in der Regierungsmannschaft sind Außenminister Colin Powell und Vizepräsident Dick Cheney. Kommentar von Willis: "Mich freut, dass er (Bush) so klug war, sich wirklich brillante Leute herzuholen." Bruce Willis, dessen neuer Film Das Tribunal Ende Mai in den deutschen Kinos anläuft, gibt sich in dem Gespräch als durch und durch politischer Mensch. "Ich bin der Überzeugung, der Staat sollte weniger in unser Leben eingreifen. Diese enorme Bürokratie muss doch nicht sein."

    Zugleich gewährt der Liebling vieler Leinwandfans ungewöhnliche Einblicke in sein Privatleben. "Zwischen meinem zehnten und 18. Lebensjahr habe ich schrecklich gestottert." Schließlich halfen ihm die ersten Gehversuche als Schauspieler, um das Handicap zu überwinden. Als er während seiner High-School-Zeit bei der Aufführung des Mark-Twain-Romans "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" mitspielte, verschwand das Stottern, sobald er die Bühne betrat - und es kam zurück, sobald das Publikum nicht mehr da war. Frei nach dem Motto: "Ich stottere zwar, aber wenn ich euch zum Lachen bringen kann, merkt ihr's vielleicht nicht so", wie Willis nun im Rückblick erzählt.

    Dass er mit Schauspielerei sein Geld verdienen will, erlebte er dennoch erst Jahre später - als er aufs College in New Jersey kam und in der Theaterabteilung eine Rolle in Einer flog über das Kuckucksnest erhielt. "Das ist es, das ist meine Welt. Ich hab's nie bereut", sagt Willis heute: "Es gefällt mir, Menschen zu unterhalten." Der Film und die Bühne haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen. "Jeder Film bedeutet für mich eine ganz neue Gestalt, eine ganz andere Muskelpartie, eine völlig neue Bewährungsprobe."

    1988 hatte Bruce Willis seinen Hollywood-Durchbruch mit dem Action-Streifen Stirb langsam erlebt. In seinem neuen Film Das Tribunal spielt er eine ganz andere Rolle. Als US-Oberst in einem deutschen Kriegsgefangenenlager will er seine Sache so gut wie möglich machen, als unter seinen Leuten plötzlich ein schwerer Konflikt ausbricht. Es geht um Rassismus, Pflicht und Ehre.

    Doch der Schauspieler Bruce Willis will nicht gleich gesetzt werden mit dem Privatmann Bruce Willis: "Das eine ist eine Form der Unterhaltung, das andere ist das wirkliche Leben." Er glaubt, dass das Publikum den Unterschied kennt. "Aus Actionfilmen geht doch niemand raus in dem Glauben, da sei tatsächlich jemandem Gewalt angetan worden. Es ist ja lange und intensiv diskutiert worden, wie Gewalt im Film zu realer Gewalt führt; aber ich glaube einfach nicht, dass das zutrifft."

    Im Beruf der harte Held, im Privatleben der fürsorgliche Vater, der abgeschieden vom großen Scheinwerferlicht im kleinen Ort Hailey im US-Bundesstaat Idaho lebt: So gibt sich Willis auch in dem Gespräch mit Reader's Digest. "Liebe und Ehe sind wie ein Garten, der tagtäglicher Pflege bedarf", beschreibt er seine Grundeinstellung zur Partnerschaft. 13 Jahre war er mit Schauspieler-Kollegin Demi Moore verheiratet, ehe die Ehe im Herbst 2000 geschieden wurde.

    Eine Tatsache, die das Verhältnis der beiden zueinander und zu den drei Kindern Tallulah Belle, Scout LaRue und Rumer Glenn offenbar nicht verändert hat. "Wir sprechen über die Kinder und was auf sie zukommt. Wir erziehen unsere Kinder weiter gemeinsam." Und obwohl das Paar durch die ständige Beobachtung der Boulevard-Presse eine "sehr öffentliche Ehe" geführt hat, will Willis die Zeit und vor allem die Erfahrungen mit seinen Kindern nicht missen. "Ich konnte mehr Liebe zulassen, weil Kinder das in mir zum Vorschein bringen. Ich würde mich für meine Kinder vor ein Auto werfen, bin mir aber nicht sicher, ob ich das auch für jemand anderen tun würde, der mir nahe steht."

    Für nähere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juni-Ausgabe von Reader's Digest ist ab 27. Mai 2002 an zentralen Kiosken erhältlich.

    Pressemitteilung zum Download: http://www.readersdigest.de Auf Presseservice klicken (Rubrik Magazin Reader's Digest)

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