Reader's Digest Deutschland

Deutsche trauen den Medien eher als der Bundesregierung
Auch in anderen europäischen Ländern schenken die Menschen ihren Regierungen vergleichsweise wenig Vertrauen

    Stuttgart (ots) - Der Bundesregierung schenken die deutschen
Verbraucher weniger Vertrauen als Radiosendern, der Polizei,
Tageszeitungen, Post und Fernsehen. Auch die Kirchen und die
Europäische Union erzielten bei einer Umfrage des Magazins Reader's
Digest höhere Vertrauenswerte als die Bundesregierung. Mit diesem
Ergebnis steht das Kabinett von Gerhard Schröder jedoch nicht alleine
da: Auch in anderen europäischen Ländern schenken die Menschen ihren
nationalen Regierungen vergleichsweise wenig Vertrauen. Reader's
Digest befragte im Oktober vergangenen Jahres 38.000 repräsentativ
ausgewählte Leser in 18 europäischen Ländern, davon mehr als 5.000 in
Deutschland. Die Studie ist die größte europaweite
Verbraucheruntersuchung, die es gibt. Erste Ergebnisse hat Reader's
Digest Deutschland am 28. Februar 2002 in Stuttgart veröffentlicht.
    
    Gute Noten nur für die Umweltpolitik
    
    Nur 27% der deutschen Verbraucher sprachen der Bundesregierung ein
"sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes  Vertrauen" aus. Selbst
internationale Unternehmen (36%) und Gewerkschaften (32%) galten als
vertrauenswürdiger als die Bundesregierung.
    
    Am besten kam noch die Umweltpolitik davon, in die 43% der
Befragten ihr Vertrauen setzten. Wenig Vertrauen genießen vor allem
die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik sowie die Rentenpolitik,
der nur 15% bzw. 14% der Befragten ein "sehr hohes" oder "ziemlich
hohes Vertrauen" entgegenbrachten.
    
    Ein schwacher Trost für die Bundesregierung: Im europaweiten
Durchschnitt landeten die nationalen Regierungen mit 35% auf dem
drittletzten Platz. Am meisten vertrauten die Europäer ihrer
jeweiligen Regierung bei der Bildungs- und Erziehungspolitik (43%)
und am wenigsten bei der Arbeitsmarkt-/Beschäftigungspolitik und der
Rentenpolitik (31% bzw. 26%).
    
    Radiosender und Polizei mit höchstem Vertrauen
    
    Höchstes Vertrauen genießen laut der Studie Radiosender und die
Polizei. 74% der deutschen Verbraucher sprachen den Radiosendern ein
"sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes  Vertrauen" aus. Die Polizei folgte
knapp dahinter auf Platz 2 mit 73%. Ebenfalls großes Vertrauen
genießt in den Augen von 70% der Verbraucher die Institution der Ehe.
Auch im europäischen Durchschnitt gehörten das Radio (77%) und die
Ehe (75%) zu den vertrauenswürdigsten Institutionen.
    
    Die Tageszeitungen folgen aus Sicht der deutschen Verbraucher auf
Platz vier mit 69%. Die Post zählte mit 60% ebenfalls zu den fünf
Institutionen mit dem größten Vertrauensbonus in Deutschland. Das
Fernsehen erreichte mit 57% Platz 6. Auf den weiteren Plätzen folgten
die Bundeswehr (56%), die öffentlichen Verkehrseinrichtungen (46%),
die Kirchen (40%) und die Europäische Union (ebenfalls 40%). Dem Euro
sprachen zum Befragungszeitpunkt 39% der deutschen Verbraucher ihr
Vertrauen aus.
    
    Über die Studie
    
    Die veröffentlichten Ergebnisse sind der größten europaweiten
Verbraucherstudie "Reader's Digest European Trusted Brands 2002"
entnommen. Zum zweiten Mal hat das weltweit tätige Verlags- und
Direktmarketingunternehmen Reader's Digest das Vertrauen der Menschen
in 18 europäischen Ländern in Institutionen und Marken ermittelt. Die
38.000 befragten Leser wurden entsprechend des jeweiligen
Bevölkerungsprofils repräsentativ ausgewählt. In Deutschland nahmen
5.000 Leser teil. Weitere Ergebnisse werden in den nächsten Wochen
veröffentlicht. Die erste Studie "Reader's Digest European Trusted
Brands" erschien vor einem Jahr.
    
    Das Magazin Reader's Digest ist mit 19 Mio. Lesern die
meistgelesene Zeitschrift Europas. 6 Mio. Menschen haben eine der 20
europäischen Ausgaben von Reader's Digest abonniert. In Deutschland
erscheint Reader's Digest mit einer Auflage von 1,1 Mio. Exemplaren.
    
    Für Interviews steht Solvey Friebe, Projektleiterin für die Studie
bei Reader's Digest Deutschland, gerne zur Verfügung.
    
    Pressemitteilung mit Tabellen zum Download:
    http://www.readersdigest.de (Presseservice)
    
ots Originaltext: Reader's Digest Deutschland
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