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Karlheinz Böhm: "Ich will etwas Positives hinterlassen"
Seit 20 Jahren im Dienste der Hilfe für Äthiopien - "Es gibt noch viel zu tun"

    Stuttgart (ots) - Seit 20 Jahren setzt sich Karlheinz Böhm für
Äthiopien ein. Unter seiner Regie sammelte die Stiftung Menschen für
Menschen über 328 Millionen Mark an Spenden ein. Karlheinz Böhm hat
viel erreicht - und lässt nicht locker. "Ich wünschte mir, ich hätte
noch mehr Wut für Menschen für Menschen", so der 73-jährige im
Exklusiv-Interview mit Reader's Digest, das in der August-Ausgabe des
Monatsmagazins veröffentlicht wird: "Mein größter Wunsch wird leider
so bald nicht in Erfüllung gehen, dass mir ein äthiopischer
Staatsmann sagt: Du, vielen Dank, aber wir brauchen dich nicht mehr.
Dafür gibt es noch zu viel zu tun."
    
    Das Geld von Menschen für Menschen dient insbesondere zum Bau von
Brunnen, Straßen, Kliniken und Schulen. Allein in Äthiopien arbeiten
rund 620 Menschen für die Stiftung, in Europa sind es 500
ehrenamtliche und 15 hauptberufliche Helfer. "Ich bekomme kein Gehalt
von Menschen für Menschen", bekennt Böhm: "Meine Frau auch nicht. Ich
würde mich aber bei all der harten Arbeit nicht schämen, eines
anzunehmen". Böhm lebt von den Ersparnissen, die er in seiner
Schauspielkarriere angesammelt hat, und von dem Vermögen, das ihm
sein Vater, der Dirigent Karl Böhm, hinterlassen hat.
    
    Andere Aufgaben als Menschen für Menschen interessieren Karlheinz
Böhm nicht.  "Dafür haben wir nun wirklich keine Zeit, meine Frau und
ich." Der frühere Schauspieler ist in vierter Ehe verheiratet. Er
lebt mit seiner aus Äthiopien stammenden Frau Almaz (35) und den
beiden Kindern Aida und Niki in der Nähe von Salzburg. "Dass ich
dreimal versucht habe, eine Ehe, sosehr ich jedes Mal daran geglaubt
hatte, zu führen, dass ist für mich alles andere als leicht. Jetzt
bin ich mit meiner Frau und den beiden Kindern sehr glücklich. Ich
versuche heute so zu leben, dass ich eines Tages mit der Hoffnung
einschlafen kann, irgendetwas Positives zu hinterlassen."
    
    Am 11. November 1981 gründete Karlheinz Böhm die gemeinnützige
Stiftung Menschen für Menschen. Seine Schauspielkarriere gab er auf,
was bei Künstlerkollegen auch Kopfschütteln auslöste: "Viele von
denen haben mich am Anfang nicht ganz ernst genommen, dachten, der
will sich nur wichtig machen". Zu den Sissi-Filmen mit Romy Schneider
steht Karlheinz Böhm noch heute. "Glauben Sie, dass ich so viel
Spendengelder bekommen hätte, wenn nicht ein nennenswerter
Prozentsatz von Menschen, die diese Sissi-Filme gern gesehen haben
und noch immer gern sehen, mir vertrauen würde? Und zwar dem, den sie
auf der Leinwand sehen. Der spielt den Kaiser und macht nichts
Schlechtes. Das spielt bestimmt eine psychologische Rolle", so Böhm
in Reader's Digest.
    
    Die Stiftung Menschen für Menschen sei niemals von der Politik,
der Religion, der Wirtschaft oder öffentlichen Mitteln abhängig
gewesen. Böhm: "Das sind unsere Grundregeln. Aus staatlichen Mitteln
haben wir allenfalls 1,5 Prozent der bis heute fast 330 Millionen
Mark an Spenden bekommen. Ich würde aber nicht zögern, das Geld zu
nehmen, solange es nicht an Bedingungen gebunden ist."
    
    Spendenkonten und Anschriften von Menschen für Menschen:
    
    * Deutschland:
        Brienner Straße 46, 80333 München, Telefon (089) 38 39 79-0
        Stadtsparkasse München, BLZ 701 500 00, Kontonummer 18 18 00 18
    
    * Österreich:
        Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Telefon (01) 58 66 950-0
        Postsparkasse, BLZ 60 000, Kontonummer 7 199 000
    
    * Schweiz:
        Aeplistraße 26, 9008 St. Gallen, Telefon (071) 244 30 60
        Postscheckkonto Nummer 90-700 000-4
    
    * Internet:
        www.mfm-online.org
    
    Für nähere Informationen und Interviews zu diesem Reader's
Digest-Thema steht Chefredakteur Andreas Scharf zur Verfügung.
    
    Pressemitteilung zum Download:
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Magazin Reader's Digest)
    
    
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