Reader's Digest Deutschland

Prominente und ihr Nationalgefühl
Von Marion Gräfin Dönhoff bis Wendelin Wiedeking - Reader's Digest fragte nach

    Stuttgart (ots) - Anlässlich der EMNID-Umfrage hakte Reader's Digest bei Prominenten nach: Wie halten Sie es mit dem Nationalgefühl? Im folgenden Auszüge aus den Antworten, über die das Magazin Reader's Digest in seiner Juli-Ausgabe berichtet.

    Marion Gräfin Dönhoff, Publizistin:     "Typisch für die Deutschen ist eine gewisse Realitätsferne, eine merkwürdige Neigung zum Unbedingten. Sie sind ein Volk im Wechsel von apokalyptischen Fall und phönixhaftem Aufstieg."

    Doris Dörrie, Regisseurin:     "Ich mag unsere relativ klassenlose und freie Gesellschaft. Ich habe keine Lust, Tag für Tag mit Übergriffen auf Mitbürger anderer Nationalität, Religion oder Hautfarbe konfrontiert zu werden."

    Regine Hildebrandt, Politikerin (SPD):     "'Deutscher Nationalstolz' ist mir fremd, war es von Jugend an. Es ist nicht mein Verdienst, dass ich gerade hier geboren wurde."

    Bischöfin Maria Jepsen, Nordelbische Evangelische-Lutherische Kirche:

    "Ich stehe in einer Geschichte, mit der ich mich auseinanderzusetzen habe, [...] insbesondere mit der mörderischen Geschichte des Dritten Reiches, die ein unauslöschliches Kainsmal eingebrannt hat: Ich komme aus dem Land der Schuldigen."

    Bischof Franz Kamphaus (Bistum Limburg):     "Christen sind Universalisten. Wir sind nicht zuerst Deutsche und Europäer oder Afrikaner oder Asiaten oder Südamerikaner, sondern wir sind zuerst christ-katholisch."

    Jutta Kleinschmidt, Rennfahrerin:     "Entscheidend bleibt der persönliche Kontakt zu den Menschen. Durch ihn kann man Vorurteile entkräften. Denn das Individuum ist wichtig und nicht seine nationale Identität."

    Cem Özdemir, Politiker (Bündnis 90/Die Grünen):     "Deutschland ist für mich eine schwierige Heimat. Trotz schwäbischer Herkunft werde ich aufgrund meines Namens als Fremder betrachtet."

    Petra Pau, Politikerin (PDS)     "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein" feiert heute gefährliche Urstände, nicht nur bei Neonazis. Mir reicht es, Mensch und - sooft es geht - glücklich zu sein."

    Helmut Schmidt, Ex-Bundeskanzler (SPD):     "Manchmal habe ich mich geschämt Deutscher zu sein, manchmal war ich stolz, manchmal habe ich darunter gelitten."

    Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland:     "Zur deutschen Kultur haben stets Menschen unterschiedlicher Staatsangehörigkeit und Religion beigetragen. Die jüdische Geschichte in Deutschland ist über 1000 Jahre alt; dafür stehen Namen wie Einstein und Heine."

    Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident (CSU):     "Deutscher zu sein bedeutet für mich, in einem Land leben zu dürfen, in dem die Bürger sich der freiheitlichsten, sozialsten und sichersten politischen Ordnung erfeuen, die es je auf deutschem Boden gegeben hat."

    Wendelin Wiedeking, Vorstandsvorsitzender Porsche:     "Ich bin stolz auf die deutsche Wirtschaft dieses Landes. Es erfüllt mich mit Stolz, Bürger eines stabilen Sozial- und Rechtsstaates zu sein, dem nach 40 Jahren Spaltung eine friedliche Wiedervereinigung gelungen ist."

    Pressemitteilung zum Download:     http://www.readersdigest.de. Auf Presseservice klicken.


ots Originaltext: Reader's Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Interviewwünschen und Rückfragen:
Reader's Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH
Öffentlichkeitsarbeit, Uwe Horn
Augustenstr. 1, D-70178 Stuttgart
Tel. +49 (0) 711/6602-521, Fax +49 (0) 711/6602-160,
E-Mail: presse@readersdigest.de

Original-Content von: Reader's Digest Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Reader's Digest Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren: