Statistisches Bundesamt

DESTATIS: Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich 2001 weiter fort

        Wiesbaden (ots) -  Wie Destatis, das Statistische Bundesamt,
anlässlich der "Grünen Woche 2002" in Berlin mitteilt, zeigen die
vorläufigen Daten der Agrarstrukturerhebung vom Mai 2001, dass die
deutsche Landwirtschaft nach wie vor einen vielschichtigen
Strukturwandel durchläuft.

  Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nimmt weiter
kontinuierlich ab. In Deutschland gab es im Jahr 2001 rund 447 000
landwirtschaftliche Betriebe. Das sind rund 32 % weniger als 1991.
Die Betriebe bewirtschafteten eine landwirtschaftlich genutzte
Fläche (LF) von 17,1 Mill. Hektar (ha). Die durchschnittliche
Betriebsgröße hat sich im Zeitverlauf vergrößert und lag im Jahr
2001 bei 38,2 ha (1991: 26,1 ha). Im früheren Bundesgebiet beträgt
die durchschnittliche Betriebsgröße im Jahr 2001 27,6 ha LF, in den
neuen Ländern 182,3 ha LF (fast sieben Mal mehr).

  70 von 100 ha LF wurden 2001 als Ackerland und hier vor allem zum
Anbau von Getreide genutzt. Gegenüber 1991 wurde die Getreidefläche
um 8 % ausgeweitet, insbesondere auch in Folge der
Preisausgleichszahlungen innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik der
Europäischen Gemeinschaften (GAP). Dagegen war im gleichen Zeitraum
der Anbau von Hackfrüchten (- 23 %) und Futterpflanzen (- 22 %)
rückläufig.

  Der Pachtflächenanteil in den landwirtschaftlichen Betrieben
Deutschlands ist von 53 % im Jahr 1991 auf knapp 64 % im Jahr 2001
gestiegen, im früheren Bundesgebiet hauptsächlich durch die
Übernahme von landwirtschaftlichen Flächen infolge der wachsenden
Konzentration der landwirtschaftlichen Produktion in immer weniger
Betrieben. In den neuen Ländern ist der Pachtanteil im Jahr 2001 mit
rund 88 % deutlich höher.

  Die Viehbestände in Deutschland nehmen weiterhin ab. So hat sich die
Zahl der Rinder von 1991 mit 17,1 Mill. Tieren auf 14,5 Mill. Tiere
im Jahr 2001 verringert (- 15 %). Im gleichen Zeitraum nahm der
Schweinebestand nur um knapp ein Prozent ab und lag - nach einem
Tiefststand von 23,7 Mill. Schweinen 1995 - im Jahr 2001 bei rund
25,9 Mill. Tieren.

  Im Jahr 2001 ist auch die Zahl der Beschäftigten in den
landwirtschaftlichen Betrieben weiter zurückgegangen. Mit
betrieblichen Arbeiten waren im Jahr 2001 gut 1,3 Mill. Personen
beschäftigt, 560 000 Personen weniger als 1991. Von den
Beschäftigten waren rund 860 000 Familienarbeitskräfte
(Betriebsinhaber und deren mit betrieblichen Arbeiten beschäftigte
Familienangehörige), knapp 190 000 ständig beschäftigte und rund 275
000 nicht ständig beschäftigte familienfremde Arbeitskräfte, hier
vor allem Saisonarbeitskräfte.

Weitere Auskünfte erteilt: Dr. Günter Nause,
Telefon: (01888) 644-8640,
E-Mail: guenter.nause@destatis.de



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