Statistisches Bundesamt

Erzeugerpreise November 2014: - 0,9 % gegenüber November 2013

Wiesbaden (ots) - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im November 2014 um 0,9 % niedriger als im November 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, veränderten sich die Erzeugerpreise gegenüber Oktober 2014 nicht.

Die rückläufige Preisentwicklung bei Energie wirkte sich auch im November 2014 besonders stark auf die Entwicklung des Gesamtindex aus. Die Energiepreise waren um 3,1 % niedriger als im Vorjahresmonat. Gegenüber Oktober 2014 stiegen sie jedoch, insbesondere bedingt durch Preissteigerungen für elektrischen Strom, um 0,5 %. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 0,2 % niedriger als im November 2013 (- 0,2 % gegenüber Oktober 2014).

Verbrauchsgüter waren im November 2014 um 1,1 % billiger als im November 2013 (- 0,5 % gegenüber Oktober 2014). Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 2,4 % weniger (- 0,9 % gegenüber Oktober 2014). Besonders stark gingen im Vergleich zum November 2013 die Preise für Zucker zurück (- 27,9 %), allein im Vergleich zum Vormonat sanken sie um 11,3 %. Butter kostete 24,8 % weniger als im Vorjahresmonat. Fleisch ohne Geflügel war 9,6 % billiger (- 1,3 % gegenüber Oktober 2014). Die Preise für Milch lagen um 5,1 % niedriger als im November 2013, gegenüber Oktober 2014 sanken sie um 5,4 %. Dagegen waren Back- und Teigwaren 2,3 % teurer als im Vorjahresmonat, die Preise für Süßwaren stiegen um 4,1 %. Kaffee kostete 11,8 % mehr als vor einem Jahr (+ 1,0 % gegenüber Oktober 2014).

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im November 2014 um 0,3 % billiger als im November 2013, gegenüber dem Vormonat Oktober 2014 sanken die Preise um 0,2 %. Getreidemehl kostete 8,7 % weniger als ein Jahr zuvor, gegenüber Oktober 2014 stiegen die Preise jedoch um 0,5 %. Futtermittel für Nutztiere waren im Jahresvergleich um 8,2 % billiger. Walzstahl kostete 1,9 % weniger als im November 2013. Die Preise für Metalle insgesamt hingegen lagen um 0,7 % höher als im Vorjahresmonat, bedingt durch Preissteigerungen für Nichteisen-Metalle und Gießereierzeugnisse.

Investitionsgüter waren im November 2014 um 0,6 % teurer als im November 2013, Gebrauchsgüter um 1,2 % (jeweils unverändert gegenüber Oktober 2014).

Methodische Hinweise:

Der Index misst die Entwicklung der Preise für die von dem Bergbau, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte. Er stellt damit die Preisveränderungen in einer frühen Phase des Wirtschaftsprozesses dar. Erhebungsstichtag ist jeweils der 15. des Berichtsmonats.

Weiteres

Ergebnisse liegen im Themenbereich Erzeugerpreise gewerblicher Produkte vor, der unter www.destatis.de > Zahlen & Fakten > Preise > Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte verfügbar ist. Methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Detaillierte Informationen bietet die Fachserie 17, Reihe 2 "Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte", die unter www.destatis.de > Publikationen > Thematische Veröffentlichungen > Preise > Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte erhältlich ist. Basisdaten und lange Zeitreihen können über die Tabelle Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (61241-0004) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabellen und Grafiken sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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Gerda Gladis-Dörr, Telefon: (0611) 75-2750, www.destatis.de/kontakt

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