Statistisches Bundesamt

Exportrückgang im 4. Quartal 2009 um nur noch 6,4%

Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sanken die deutschen Ausfuhren im Jahr 2009 gegenüber dem Jahr 2008 um 17,9% auf insgesamt 808,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt nahmen die Ausfuhren um 16,4% ab. Im vierten Quartal 2009 sind die Ausfuhren aus Deutschland im Vorjahresvergleich um nur noch 6,4% auf insgesamt 216,7 Milliarden Euro gesunken. Preisbereinigt gingen die Ausfuhren im gleichen Zeitraum um 2,7% zurück. Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedsstaaten nahmen im vierten Quartal 2009 gegenüber dem vierten Quartal 2008 um 7,7% auf 132,1 Milliarden Euro ab. Im gleichen Zeitraum fiel der Exportrückgang in die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) mit 4,3% auf 84,6 Milliarden Euro etwas geringer aus. In den Ländern der Eurozone und jenen außerhalb der Eurozone haben sich die Ausfuhren im vierten Quartal 2009 gegenüber dem vierten Quartal 2008 vergleichsweise ähnlich entwickelt. Die Ausfuhren in die Länder der Eurozone sanken um 7,8% auf 90,4 Milliarden Euro. Der Wert der in Länder außerhalb der Eurozone ausgeführten Waren ging um 7,4% auf 41,7 Milliarden Euro zurück. Wie im Vorjahr waren Frankreich, Italien und die Niederlande die drei wichtigsten Handelspartner innerhalb der EU. Die deutschen Ausfuhren in diese drei Länder sind im vierten Quartal 2009 gegenüber dem vierten Quartal 2008 durchweg gesunken: Nach Frankreich wurden in diesem Zeitraum Waren im Wert von 21,5 Milliarden Euro (- 5,1%), nach Italien Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro (- 7,3%) und in die Niederlande Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro (- 14,0%) versendet. Die wichtigsten Handelspartner außerhalb der EU waren die Vereinigten Staaten. Von Oktober bis Dezember 2009 gingen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,8% auf 14,6 Milliarden Euro zurück. Demgegenüber stiegen im gleichen Zeitraum die Exporte nach China, dem zweitgrößten Handelspartner aus den Drittstaaten, um 20,1% auf 10,4 Milliarden Euro. Auch die Ausfuhren in die meisten anderen der sogenannten "BRIC-Staaten" haben sich positiv entwickelt. Die Ausfuhren nach Indien stiegen um 18,8% auf 2,4 Milliarden Euro, die nach Brasilien um 9,6% auf 2,2 Milliarden Euro. Nur nach Russland wurden im vierten Quartal 2009 verglichen mit dem vierten Quartal 2008 weniger Waren exportiert: Der Wert der Ausfuhren ging deutlich um 27,3% auf 5,8 Milliarden Euro zurück. Die deutschen Einfuhren fielen im Jahr 2009 gegenüber dem Jahr 2008 um 16,4% auf 674,0 Milliarden Euro. Preisbereinigt sanken die Einfuhren um 10,1%. Entsprechend der Entwicklung der Ausfuhren sind die Einfuhren im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal ebenfalls gesunken, und zwar um 12,6% auf 172,6 Milliarden Euro. Preisbereinigt ergibt sich im vierten Quartal 2009 ein Rückgang in Höhe von 4,4%. Von den Einbußen bei den Eingängen waren die Drittstaaten stärker betroffen als andere EU-Mitgliedstaaten. Die Einfuhren aus der EU sanken im vierten Quartal 2009 gegenüber dem vierten Quartal 2008 um 8,5% auf 100,7 Milliarden Euro. Aus den Staaten außerhalb der EU wurden im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 71,9 Milliarden Euro importiert. Dies bedeutet ein Rückgang der Einfuhren um 17,7% gegenüber dem vierten Quartal 2008. Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de. Weitere Auskünfte gibt: Dr. Susanne Meyer, Telefon: (0611) 75-2072, E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt Presse E-Mail: presse@destatis.de Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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