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Statistisches Bundesamt

2006: Inobhutnahmen fast unverändert

Wiesbaden (ots)

Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 25.800 Kinder
und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen. Wie das
Statistische Bundesamt mitteilt, waren dies rund 400 (+ 2%) mehr als
2005. Damit nahmen die Jugendämter 2006 pro Tag rein rechnerisch rund
71 Kinder und Jugendliche in Obhut.
Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter
zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, wenn sie sich in einer
akuten, sie gefährdenden Situation befinden. Jugendämter nehmen
Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer
(etwa der Polizei oder Erzieher) in Obhut und bringen sie - meist für
Stunden oder einige Tage - in einer geeigneten Einrichtung unter,
etwa in einem Heim.
7.100 Kinder und Jugendliche (28%) wurden 2006 auf eigenen Wunsch
in Obhut genommen, bei den Übrigen veranlassten andere Personen oder
Stellen die Inobhutnahme.
15.400 (59%) der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren
älter als 14 Jahre. 55% aller in Obhut Genommenen (14.300) waren
Mädchen.
An einem jugendgefährdenden Ort, zum Beispiel in Straßen mit
Bordellbetrieb oder an Treffpunkten von Drogenhändlern, wurden rund
10% (2.600) der in Obhut Genommenen aufgegriffen.
Anlass für die Inobhutnahme war in 23% der Fälle (6.000)
Vernachlässigung beziehungsweise Anzeichen für Misshandlung oder für
sexuellen Missbrauch. Überforderung der Eltern war in 42% der Fälle
der Grund. Weitere Anlässe bildeten Beziehungsprobleme (26% aller
Fälle), Integrationsprobleme im Heim oder in der Pflegefamilie (7%),
Kriminalität (7%), Probleme in der Schule (6%) und Suchtprobleme
(3%).
Weitere kostenlose Informationen gibt es im Publikationsservice
des Internetangebotes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort
"Inobhutnahmen".
Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Dorothee von Wahl,
Telefon: (01888) 644-8167,
E-Mail:  jugendhilfe@destatis.de

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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