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Paraguay - ein attraktiver Standort für die regionale Automobilzulieferindustrie

München (ots) -

- Paraguay: Aufgehender Stern in Lateinamerika 
- Günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen 
- Vorteile für Automobilzulieferer 

Der Binnenstaat Paraguay, der an die wichtigen Automobil-Produktionsstandorte Brasilien und Argentinien grenzt, erfreut sich derzeit hoher Wachstumsraten und ist deshalb für ausländische Partner und Investoren zu einem attraktiven Standort geworden. Für die nötige politische und wirtschaftliche Stabilität sorgen staatliche Förderproprogramme sowie die offene Haltung der Regierung gegenüber globalen Wettbewerbsstrukturen. Dies spiegelt sich auch in den wirtschaftlichen Eckdaten wider: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2014 lag mit einem realen Wachstum von 4,4 Prozent bei 30,9 Milliarden Dollar, mit einer Inflationsrate von 5 Prozent und einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. In ihrer neuen Analyse "Paraguay's market potential for the regional automotive supplier industry" untersuchen die Roland Berger-Experten die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Autozulieferer in Paraguay.

"Paraguay bietet enormes Potenzial für die Automobilzulieferindustrie. Dank seiner strategisch guten Lage innerhalb der Mercosur-Region ist Paraguay bestens positioniert, um von den größten Automobilproduktionsclustern im Süden und Osten des Landes zu profitieren", sagt Autor und Roland Berger-Partner Thomas Schlick.

Günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen

Von den acht untersuchten lateinamerikanischen Ländern ist Paraguay von den Währungs- und Rohstoffturbulenzen, mit denen andere lateinamerikanische Staaten zu kämpfen haben, am wenigsten betroffen. Die politische Stabilität des Landes und wirtschaftlich gute Rahmenbedingungen bieten zudem weitere Vorteile für potenzielle Investitionen. "Paraguay hat mit 16,6 Prozent des BIP nach Chile die geringste Staatsverschuldung. Niedrige Steuern und ein einfaches Steuersystem sowie die stabile Währung und flexible Beschäftigungsstrukturen mit einem verhältnismäßig geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad - all das spricht für Investitionen", meint Co-Autor Thomas Totzeck. Trotzdem bleibt Paraguay stark abhängig von seinen Nachbarländern, in denen sich die Automobilhersteller niedergelassen haben.

Vorteile für Automobilzulieferer

Verglichen mit anderen lateinamerikanischen Ländern bietet Paraguay ein attraktives Geschäftsklima für Unternehmen. "Bürokratische Hürden wurden weitestgehend abgebaut, so dass Investitionen und Unternehmensgründungen wesentlich einfacher sind", erklärt Thomas Schlick. Zudem wurde die Infrastruktur verbessert, um vor allem für Produktionsunternehmen die nötigen logistischen Voraussetzungen zu schaffen. Besonders bemerkenswert ist die Infrastruktur der Regionen Central & Asunción und Ciudad del Este, die bereits sehr weit entwickelt sind. Die erste Region ist das industrielle Herz Paraguays, während die zweite Region für Geschäfte mit Brasilien ideal positioniert ist. Niedrige Lohnkosten erhöhen zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Region; über ein Drittel der 6,5 Millionen Einwohner ist zwischen 15 und 24 Jahre alt.

Neben Automobilzulieferern suchen auch andere Branchen nach neuen Produktionsstandorten. So haben sich etwa Industrieunternehmen und Firmen aus der Textil- und Agrarindustrie bereits seit längerem in Paraguay niedergelassen. Dank der niedrigeren Produktionskosten und einer gut funktionierenden Langstreckenlogistik können die Zulieferer gut mit asiatischen Wettbewerbern konkurrieren. Die Experten von Roland Berger geben Automobilzulieferern vier klare Handlungsempfehlungen: Sie sollen die gesamte Mercosur-Region im Blick behalten, sich auf ihre Zielkunden konzentrieren, neue Standorte sorgfältig auswählen und von Anfang an mit lokalen Partnern kooperieren.

"Paraguay ist durch den politisch und wirtschaftlich eingeschlagenen Weg in vielerlei Hinsicht bereits heute ein interessanter Standort für international tätige Unternehmen. Automobilzulieferer sollten diesen Markt daher bei ihren künftigen Expansionsplänen unbedingt berücksichtigen", fasst Thomas Schlick zusammen.

Die Analyse können Sie kostenlos herunterladen unter: www.rolandberger.de/pressemitteilungen

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