Roland Berger

Internationale Luft- und Raumfahrtbranche beschleunigt Innovationstempo - Kooperationen mit Kunden und Partnern sollen europäischen Unternehmen helfen, Innovationsführer zu bleiben

München (ots) -

   - Neue Roland Berger-Studie zeigt: Die europäische Luft- und 
     Raumfahrtbranche steht unter starkem Innovationsdruck 
   - 20 Prozent der Innovationen werden künftig aus den BRIC-Staaten,
     weitere 10 Prozent aus anderen aufstrebenden Ländern kommen    
   - Die zunehmende Bedeutung von Innovationsfähigkeit steht für 90 
     Prozent der Befragten im Vordergrund 
   - Frühzeitige Einbindung von Kunden und externen Partnern ist für 
     70 Prozent der Studienteilnehmer entscheidend, um erfolgreich zu
     innovieren 

Die globale Luft- und Raumfahrtbranche sowie die Verteidigungsindustrie befinden sich an einem Wendepunkt. Der zunehmende Wettbewerb aus den Schwellenländern und die gestiegenen Ergebnisziele der Branche zwingen die etablierten Anbieter zu mehr Innovationen. So steht die Stärkung der Innovationsfähigkeit für 90 Prozent der Branchenunternehmen im Vordergrund. Das sind die zentralen Ergebnisse der jährlichen Umfrage "Top Management Issues Radar 2013 - European Aerospace & Defense Industry" von Roland Berger Strategy Consultants. Dabei wurden weltweit mehr als 100 internationale Top-Manager der Branche befragt.

"Um die gestiegenen Renditeanforderungen zu erfüllen und neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, müssen die Branchenunternehmen Innovationen in Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen systematisch vorantreiben", sagt Martin Eisenhut, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Dabei werden die Verbesserung der Prozesse und innovative Geschäftsmodelle im Vordergrund stehen."

Harter Innovationswettbewerb

Die Innovationskraft der so genannten BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien und China - und anderer Schwellenländern ist stark gestiegen. Grund hierfür sind zum einen die Technologietransfers, aber auch länderübergreifende Innovationsoffensiven. "Mittlerweile entwickeln sich die Forschungsausgaben der BRIC-Länder zwei- bis dreimal schneller als die durchschnittlichen Ausgaben in Europa, den USA und Japan. Das führt zu erkennbaren Innovationsschüben", erklärt Roland Berger-Partner Manfred Hader. "Deshalb geht man in der Branche davon aus, dass knapp 20 Prozent der künftigen Innovationen aus den BRIC-Staaten und weitere 10 Prozent aus anderen aufstrebenden Märkten kommen werden."

Auch die Schwerpunkte und Ziele von Innovationen verlagern sich. Während europäische Unternehmen bei der Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Dienstleistungsangebote das größte Potenzial sehen, konstatieren sie gleichzeitig einen signifikanten Nachholbedarf bei der Verbesserung ihrer operativen Prozesse und der Entwicklung neuer Marktangänge und Geschäftsmodelle.

Finanzierung und Vermarktung - die großen Herausforderungen

Die Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass rund 70 Prozent der Innovationen von den Firmen selbst finanziert werden müssen - eine große Hürde, vor allem in Zeiten immer knapperer Budgets und steigender Renditeanforderungen: 86 Prozent der Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie kämpfen seit Jahren mit Budgetkürzungen im öffentlichen Sektor. So sind 70 Prozent der Firmen aus der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie davon überzeugt, dass Partnerschaften mit Kunden, Zulieferern und auch öffentlichen Institutionen (Public-Private-Partnership) in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen werden, um Innovationen vorantreiben zu können.

"Erfolgreiche Beispiele aus anderen Industriebereichen, wie etwa dem Automobil-Sektor, zeigen, dass eine frühe Einbindung der Lieferanten sowie der Kunden in die Entwicklung neuer Lösungen einen größeren Erfolg dieser Produkte auf dem Markt garantiert", erklärt Eisenhut. "Denn in einem frühen Entwicklungsstadium lassen sich Kundenwünsche besser berücksichtigen - und das mit einem geringeren Kostenaufwand."

Weiteren Nachholbedarf sehen die Umfrageteilnehmer bei der Frage, wie Innovationen auch tatsächlich zur Marktreife gebracht werden. In vielen Unternehmen sind die Schnittstellen zwischen Forschung, Entwicklung, Programm und Marketing diesbezüglich nicht effizient gestaltet, Einzelinnovationen und Entwicklungsprogramme bedürfen demnach einer stärkeren Synchronisierung. "Die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie ist im Umbruch. Nur Unternehmen, die in der Lage sind, effiziente Prozesse, neue Geschäftsmodelle und innovative Produkte zur Erschließung neuer Marktmöglichkeiten zu entwickeln, werden es schaffen, langfristig erfolgreich zu sein", fasst Manfred Hader zusammen.

Die Studie können Sie kostenfrei herunterladen unter: www.rolandberger.com/press_releases

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Pressekontakt:

Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
Tel.: +49 89 9230-8190
E-Mail: claudia.russo@rolandberger.com
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