Roland Berger

Roland Berger Strategy Consultants: Partner wählen weltweite Geschäftsführung ("Executive Committee") und Aufsichtsrat - Teil 2: Hintergrund/Firmengeschichte

München/Essen (ots) -

   - Rückzug von Roland Berger aus dem Aufsichtsrat und Wahl zum 
     Ehrenvorsitzenden ist logischer Abschluss eines langfristig 
     geplanten Übergangs
   - Bereits Mitte der 90er Jahre leitete der Firmengründer die 
     Transformation seines Unternehmens in die Wege
   - Wahl von Burkhard Schwenker zum Vorsitzenden des Executive 
     Committees (EC) stellte 2003 die Weichen für die Nachfolge
   - Erfolgreicher Übergang von Gründer-geführter "One man show" zur 
     gleichberechtigten Partnerschaft 

Der Rückzug von Firmengründer Prof. Dr. h.c. Roland Berger aus dem Aufsichtsrat von Roland Berger Strategy Consultants und seine Wahl zum Ehrenvorsitzenden des Unternehmens ist der erfolgreiche Abschluss eines Transformationsprozesses, der vor gut 15 Jahren angestoßen wurde. Ab Mitte der 1990er Jahre bereitete Roland Berger mit Unterstützung von Burkhard Schwenker den Rückkauf der von der Deutschen Bank gehaltenen Anteile an Roland Berger Strategy Consulting ("Management Buyout") und den Transfer aller Anteile an die Partner vor. Parallel dazu wurde ein fünfköpfiges Management Committee gegründet, mit Roland Berger als CEO. 1998 erfolgte der Management Buyout und damit ein erheblicher Wertzuwachs der Partneranteile. Gleichzeitig reduzierte Roland Berger seine Stimmrechte auf das für alle Partner gültige Niveau von einer Stimme. Zudem übertrug er durch Einführung des Executive Committee (EC), dessen CEO er blieb, des Aufsichtsrats (AR) sowie eines Management Committee Germany weitere Führungsverantwortung auf die Partner. 2003 vollzog Berger den nächsten Schritt, indem er das strategische und operative Management des Unternehmens in die Hände des EC und dessen Sprecher Burkhard Schwenker übergab und selbst den AR-Vorsitz übernahm. Die zweistufige Führungsstruktur aus dem jeweils durch die Partner gewählten EC und AR bewährte sich und ließ das Unternehmen zur einzigen europäischen Strategieberatung unter den Top 5 weltweit heranwachsen. Die nun erfolgte Wahl von Dr. Martin Wittig zum neuen CEO und Prof. Burkhard Schwenker zum neuen AR-Vorsitzenden ("Chairman") ist der logische Abschluss dieses vorausschauend geplanten Übergangs und Generationenwechsels.

Roland Berger gründete 1967/68 mit Ende 20 ein Beratungsbüro. Der anfängliche "Ein-Mann-eine-Sekretärin"-Betrieb entwickelte sich schnell zu einer partnerschaftlich organisierten und zunehmend international aufgestellten Managementberatung. 1970 - nur drei Jahre nach seiner Gründung - erwirtschaftete das Unternehmen bereits einen Honorarumsatz von 5,6 Mio. D-Mark (2,86 Mio. Euro). 1980 stieg der Umsatz auf 35 Mio. D-Mark (17,9 Mio. Euro). 1990 waren es über 175 Mio. D-Mark (rund 90 Mio. Euro), im Jahr 2000 - auch als Folge von Wiedervereinigung und New Economy - erzielten Roland Berger Strategy Consultants 847 Mio. D-Mark (rund 433 Mio. Euro). 2002, im letzten Jahr unter Roland Bergers operativer Führung, betrug der Honorarumsatz der international führenden Strategieberatung europäischen Ursprungs 526 Mio. Euro, hätte also mit 1,028 Mrd. D-Mark zum ersten Mal die Milliardengrenze in D-Mark überschritten. Heute liegt der Umsatz weit über 600 Mio. Euro.

1988 erwarb die Deutsche Bank, ein langjähriger Kunde Roland Bergers, unter Alfred Herrhausen 75,1 Prozent an Bergers damaliger GmbH. Berger - damals Anfang 50 - behielt die restlichen Anteile und sicherte sich die Stimmenmehrheit. "Mich reizte es, meinen Beruf noch einmal in einer anderen Dimension auszuüben und ein großes internationales Orchester zu dirigieren", begründet Berger diesen Schritt. Mit der Ermordung Alfred Herrhausens 1989 fiel jedoch die vor allem auf dessen persönlicher Beziehung zu Roland Berger basierende gemeinsam geplante Strategie weg. Die Deutsche Bank behielt zwar ihre Anteile, beschränkte ihre Rolle jedoch auf die eines stillen Teilhabers. Allerdings hinderte die Beteiligung des Instituts Roland Berger - gemäß amerikanischem Recht ("Bank Holding Act") - am Zugang zum US-Markt.

Rückkauf der Deutsche-Bank-Anteile als Voraussetzung für starke Partnerschaft

Ab Mitte der 1990er Jahre leitete Roland Berger einen schrittweisen Transformationsprozess der Firma, ihrer Eigentumsverhältnisse und Managementstruktur ein. Der erste Schritt bestand in der Ausgabe von 25 Prozent der Firmenanteile an die aktiven Partner unter Reduktion der Anteile der Deutschen Bank und des Firmengründers Roland Berger. Außerdem wurde ein Management Committee eingeführt mit Roland Berger als CEO und vier weiteren Partnern als Mitgliedern. 1998 entschieden die Partner schließlich, die Anteile der Deutschen Bank zurückzukaufen. Dies war der zweite Schritt des Übergangs von einem Gründer- und Eigentümer-geführten Unternehmen zu einer unabhängigen Firma in der Hand von professionellen Partnern. "Der Rückkauf war für mich die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass eine starke Partnerschaft entstehen konnte, an die ich die Firma übergeben wollte", sagt Berger rückblickend. In diesem Zuge reduzierte der Namensgeber seine Stimmrechte auf das Maß, das für alle anderen Partner auch gilt.

Mit dem Management Buyout führte Roland Berger Strategy Consultants eine neue Struktur der Unternehmensführung ein: Dem "Executive Committee" (EC) als oberstem Gremium gehörten neben Roland Berger als CEO noch Burkhard Schwenker und Karl Vogel sowie Paul Goldschmidt als assoziiertes Mitglied an. Dazu kam das "Management Committee Germany" unter Vorsitz von Karl Kraus mit Felix Hess und Dirk Reiter als Mitgliedern. Mit dem "Partner Management Committee" (dem heutigen Aufsichtsrat), bestehend aus António Bernardo, Albrecht Crux und Otto Hirschbach wurden weitere Partner in die Führungsverantwortung einbezogen - auch wenn Roland Berger selbst nach wie vor die Firma leitete.

2003: Erste von den Partnern gewählte Unternehmensführung

In den Jahren 1998 bis 2003 steigerte Roland Berger Strategy Consultants seinen Umsatz von 292 Mio. Euro auf 530 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs gleichzeitig von 1200 auf 1500 und die Zahl der Auslandsbüros von 17 auf 20. Im Jahr 2003 unternahm Roland Berger - inzwischen 65 Jahre alt - den dritten Schritt zu einem Partner-geführten Unternehmen: Er übergab die volle strategische und operative Management-Verantwortung an ein von den Partnern gewähltes EC-Team, bestehend aus Burkhard Schwenker (Sprecher), António Bernardo (stellvertretender Sprecher), Thomas Eichelmann und Martin Wittig. Ein "Management Committee DACH", bestehend aus Walter Hagemeier (Chairman), Manfred Reichl und Dirk Reiter übernahm die operative Verantwortung für die deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz). Gleichzeitig wurde Roland Berger Vorsitzender des ebenfalls von den Partnern neu gewählten Aufsichtsrats. Die drei Gremien nahmen ihre Arbeit am 1. Juli 2003 auf. Im September 2004 wurde das "Management Committee DACH" aufgelöst und die volle strategische und operative Verantwortung auf das Global Executive Committee (GEC) übertragen. Neben Burkhard Schwenker - ab diesem Zeitpunkt offiziell CEO - bestand das GEC aus António Bernardo als stellvertretendem CEO, Thomas Eichelmann, Vincent Mercier, Dirk Reiter und Martin Wittig als CFO.

Die zweistufige Führungsstruktur mit von den Partnern gewählten Mitgliedern steuerte die Firma erfolgreich in eine Phase weiteren Wachstums und zunehmender Internationalisierung und bewies ihre Führungsstärke in schwierigen Zeiten wie dem Platzen der Internetblase in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts sowie der Wirtschaftskrise 2008/09. Hier wurden Finanzthemen wie Cash Management und Kreditverhandlungen sowie neue Modelle der Partnerbeteiligung wichtig - wobei vor allem CFO Martin Wittig sein Können beweisen konnte. Gleichzeitig trieb CEO Burkhard Schwenker Wachstum und Internationalisierung der Firma weiter voran: 2008 lag der Umsatz bei rund 670 Mio. Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 1900. Heute ist Roland Berger Strategy Consultants mit 36 Büros in 25 Ländern vertreten.

"Angesichts dieser Erfolgsgeschichte", sagt Roland Berger, "war bei den turnusmäßigen Neuwahlen in diesem Sommer der richtige Zeitpunkt gekommen, den vor 15 Jahren begonnenen Übergang zu einer neuen Führungsstruktur mit einem Generationswechsel abzuschließen. Ich bin sicher, dass meine Nachfolger das Unternehmen auf Erfolgskurs halten werden. Als Ehrenvorsitzender stehe ich ihnen gerne weiter mit Rat und Tat zur Verfügung und freue mich auf eine freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit."

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Rund 2.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2009 einen Honorarumsatz von 616 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

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