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Roland Berger Strategy Consultants: Egal, ob Krise oder Boom - die militärische und zivile Luft- und Raumfahrtindustrie hat ihren Fokus immer noch auf Program-Management, Marktstrategie und Globalisierung

Hamburg / München (ots) -

   - Umfrage unter 100 Top-Managern in sechs Ländern 
   - Die Hälfte der Teilnehmer erwartet, dass die Branche in den 
     nächsten zwei Jahren das Vorkrisenniveau wieder erreichen wird 
   - Schwerpunkte des Sektors sind nach wie vor Program-Management, 
     Marktstrategie und Globalisierung 

Die europäische Luft- und Raumfahrtbranche steht noch immer im Zeichen der globalen Krise. In seiner jährlich durchgeführten Studie "Top Management Issues Radar 2010 - European Aerospace & Defense Industry" hat Roland Berger Strategy Consultants über 100 Top-Manager aus sechs Ländern gebeten, die wesentlichen aktuellen und künftigen Themen der Branche zu identifizieren. Mehr als die Hälfte der Befragten rechnet in frühestens zwei Jahren mit einer Rückkehr zum Vorkriseniveau. Aber nach der Krise der Privatwirtschaft werden Kürzungen der Staatsausgaben für Verteidigung erwartet. Vor diesem Hintergrund haben Luft- und Raumfahrtunternehmen ihren Schwerpunkt das vierte Jahr in Folge im Bereich Program-Management sowie Marktstrategie und Globalisierung.

"Für die europäische Luft- und Raumfahrtbranche ist die Krise noch nicht vorbei", sagt Manfred Hader, Partner im Competence Center Aerospace & Defense bei Roland Berger Strategy Consultants und Autor der jährlichen Studie "Top Management Issues Radar 2010 - European Aerospace & Defense Industry". Im Rahmen der Studie wurden mehr als 100 Top-Manager in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien zu ihren strategischen Prioritäten befragt. Die Teilnehmer decken alle Segmente und eine ganze Reihe von Positionen in der Wertschöpfungskette ab. "Mehr als die Hälfte der befragten Top-Manager erwarten, dass die Branche erst in zwei Jahren wieder auf Vorkrisenniveau wachsen wird", sagt Hader. "Aber auch wenn die Krise vorbei ist, wird das Verteidigungsgeschäft unter Kürzungen der Staatsausgaben leiden."

Zudem soll die Produktstrategie - z.B. Produktpositionierung und Innovation - 2010 ein Hauptschwerpunkt werden, weil Firmen weiter nach Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Marktstrategie/Globalisierung suchen. Supply Chain Management ist auch ein wichtiges Thema, denn die Hersteller müssen die Auswirkungen der Krise auf ihre Lieferanten genau im Auge behalten. "Die meisten Lieferanten teilen Finanz- und Entwicklungsrisiken mit ihren Kunden. Die rückläufige Nachfrage bei etablierten Programmen führt zu erheblichen Einschränkungen bei der Finanzierung neuer Programme", sagt Markus Körfer-Schün, Senior Consultant im Competence Center Aerospace & Defense.

Verteidigungsindustrie im Zeichen von Haushaltskürzungen

Die Segmente, die gewerbliche Endkunden bedienen (mit großen Verkehrsflugzeugen, Regionalfliegern und Business Jets) sind bisher am stärksten von der Krise betroffen. Langfristig wird aber erwartet, dass die Verteidigungsindustrie die Auswirkungen von Kürzungen der Verteidigungsetats spüren wird. Trotz Umsatzeinbußen mussten nur wenige Firmen der Luft- und Raumfahrtbranche im Jahr 2009 Konkurs anmelden. "Die Firmen hatten vor der Krise einige umsatzstarke Jahren und haben ihre Investitionen in den letzten zehn Jahre sorgfältig geplant", sagt Hader. Im Kampf gegen die Krise und zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit im Aufschwung haben sich die meisten Unternehmen für mittel- bis langfristige Verbesserungsmaßnahmen ausgesprochen. "Um konkurrenzfähig zu bleiben, werden Verbesserungsprogramme und Working-Capital-Reduzierungen am häufigsten und erfolgreichsten angewendet", sagt Berger-Experte Körfer-Schün. Darüber hinaus beabsichtigen viele Unternehmen, ihren Offshoring-Anteil zu erhöhen, um Kosten zu reduzieren und neue Märkte zu erschließen. M&A-Projekte wurden 2009 zum Großteil auf Eis gelegt, die Transaktionen gingen um 35 Prozent zurück. Jedoch erwarten die meisten Entscheidungsträger 2010 eine Wiederbelebung der M&A-Aktivitäten.

Besseres Program-Management gefordert

Mehr als 40 Prozent der Befragten sind der Meinung, ihre Unternehmen seien im Bereich grundlegender Program-Management-Techniken nicht auf dem letzten Stand der Technik. Obwohl die Methoden und Tools im Bereich Program-Management sehr wohl bekannt sind, hapere es an der Umsetzung. Verbesserungsmaßnahmen werden oft erst dann angegangen, wenn die Leistung eingebrochen ist. Dabei sollten Maßnahmen ergriffen werden, bevor Noteinsätze das Tagesgeschäft prägen. Knapp die Hälfte der Befragten hat schon versucht, neue Kooperationsmodelle zur gemeinsamen Verbesserung mit Kunden und Lieferanten aufzubauen. "Änderung ist nicht leicht", meint Hader. "Die ersten Schritte bei der Umsetzung von neuen Kooperationsmodellen sind anscheinend die schwersten. Aber Geschäftspartner müssen gemeinsam die zukünftigen Herausforderungen angehen."

Die Studie können Sie kostenfrei bestellen unter: http://www.rolandberger.com/pressreleases.

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Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2009 einen Honorarumsatz von mehr als 615 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

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