Roland Berger

Roland Berger erhält Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin

München/Berlin (ots) -

  Prof. Dr. h. c. Roland Berger, Gründer und Chairman der 
internationalen Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants 
sowie Gründer und Kuratoriumsvorsitzender der Roland Berger Stiftung,
wird für sein Engagement für Menschenrechte und mehr 
Chancengerechtigkeit in der Bildung den "Preis für Verständigung und 
Toleranz des Jüdischen Museums Berlin" erhalten. Mit diesem Preis 
werden jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich auf 
herausragende Weise für mehr Toleranz und Verständigung eingesetzt 
haben. Neben Berger erhält auch der ungarische 
Literaturnobelpreisträger Imre Kertész die Auszeichnung im Rahmen 
einer Festveranstaltung. 

In der Begründung der Jury heißt es über Roland Berger: "Der Chairman der Roland Berger Strategy Consultants sitzt dem Kuratorium der von ihm gegründeten Roland Berger Stiftung vor, die jährlich einen internationalen "Preis für Menschenwürde" auslobt. Zudem vergibt die Stiftung, die mit einem Grundkapital von 50 Millionen Euro aus Roland Bergers Privatvermögen ausgestattet ist, allein im ersten Jahr 160 Stipendien an junge Menschen aus bildungsfernen Schichten, um deren Benachteiligung im deutschen Bildungssystem entgegenzuwirken. Sein Engagement für Menschenrechte und Bildung begründet Roland Berger auch mit den Erfahrungen seiner Familie im nationalsozialistischen Regime - sein Vater hatte sich öffentlich von der NSDAP distanziert und war 1944 verhaftet worden."

Der Jury gehören neben dem Direktor des Jüdischen Museums und US-Finanzminister a.D., Prof. Werner Michael Blumenthal, auch der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann und seine Frau, die Mäzenin Maria Warburg, sowie die Unternehmer Klaus Mangold, Klaus Krone und Walter Kuna an.

Staatsministerin a.D., Hildegard Hamm-Brücher, hält die Ehrenrede auf Roland Berger, in der sie besonders seine Verdienste um Bildungsförderung hervorhebt. In seiner Dankesrede bezeichnet Berger den Preis als "bisher größte öffentliche Ehrung", die er erfahren durfte. "Toleranz und Verständigung sind seit meiner frühen Jugend Leitlinien meines Lebens und Inhalte meines Wertesystems", so Berger wörtlich. "Auch mein Beruf ist von den Werten Toleranz und Verständigung geprägt. Denn Roland Berger Strategy Consultants gehört heute über 160 Partnern und beschäftigt mehr als 2.000 Berater aus gut 50 Ländern der Welt - mit völlig unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Rasse und Religion. Und doch sind sie alle demselben Ziel- und Wertesystem verpflichtet."

Roland Berger betont, dass der Preis ihn auch motiviert, sich noch mehr als bisher für Toleranz und Verständigung einzusetzen und dankt den Gründern des Jüdischen Museums für ihr Engagement. "Nicht nur gebürtige Berliner wie ich schulden Herrn Professor Blumenthal und den übrigen Gründern, Initiatoren und Mitarbeitern für die Gründung des Jüdischen Museums in der deutschen Hauptstadt besondere Dankbarkeit; denn Berlin ist der Ort schlechthin, der die Werte Verständigung und Toleranz vermitteln muss und auch glaubwürdig vermitteln kann. Und das Jüdische Museum in Berlin hat sich ja vor allem die Vermittlung und Verteidigung von Verständnis und Toleranz zum Ziel gesetzt."

Die Preisverleihung findet im Rahmen des traditionellen Jubiläums-Dinners im Jüdischen Museum Berlin statt. Der Abend beginnt mit einem festlichen Empfang in den Räumen neben der Sonderausstellung "Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute", gefolgt von der Preisverleihung im Glashof des Museums. Das anschließende Dinner dient zugleich einem guten Zweck, da die Spendenerlöse des Abends der Kinder- und Jugendbildungsarbeit des Museums zugute kommen.

Wie bei den vorangegangenen Preisverleihungen wird hochkarätige Prominenz aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Medien erwartet. Aus der Wirtschaft kommen beispielsweise Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, Johannes Ludewig, Staatssekretär a.D. und Direktor von CER Brüssel, René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und der Bankier Max Warburg. Aus der Politik haben Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zugesagt.

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