Deutsche Bahn AG

Deutsche Bahn: Rote Schienenflitzer befördern 40 Prozent mehr Fahrgäste
Ein Jahr S-Bahn in Region Hannover
Pünktlichkeit bei 99 Prozent

Hannover (ots) - 57000 Reisende benutzen im werktäglichen Durchschnitt die roten S-Bahn-Züge der Deutschen Bahn in der Region Hannover. "Dies bedeutet eine Steigerung der Reisendenzahl um 40 Prozent gegenüber dem Nahverkehr vor der S-Bahn-Einführung auf diesen Linien", erklärte stolz Niedersachsens DB Regio-Chef Peter Schatte anlässlich des einjährigen Jubiläums der S-Bahn in Hannover. "Die Bahn hat mit der pünktlichen Inbetriebnahme des S-Bahn-Netzes vor einem Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass sie selbst bei einer außerordentlich schwierigen Fahrzeugsituation in der Lage ist, ein komplettes S-Bahn-System quasi über Nacht von Null auf Hundert zu fahren", so Schatte weiter. Bundeskanzler Gerhard Schröder, Ministerpräsident Sigmar Gabriel und Bahnchef Hartmut Mehdorn waren vor einem Jahr die Ersten, die sich auf der offiziellen Eröffnungsfahrt vom Flughafen zum Hauptbahnhof von den Vorzügen der neuen S-Bahn überzeugen konnten. Einen Tag später, am 28. Mai 2000, nahmen dann die Kunden der Bahn bei kostenlosen Schnupperfahrten Besitz von "ihrer" S-Bahn. Seitdem ist auf den Tag genau ein Jahr vergangen. Heute fahren auf dem 249 Kilometer langen S-Bahn-Netz mit den 59 S-Bahn-Stationen 40 elektrische Triebzüge vom Typ ET 424. Die während und auch noch nach der Expo eingesetzten ET 423 sind vollständig an die Länder Bayern und Baden-Württemberg übergeben worden. Jedes eingesetzte S-Bahn-Fahrzeug fährt bis zu 1000 Kilometer am Tag. Insgesamt 351 S-Bahn-Zugfahrten finden täglich statt, was einer Jahreslaufleistung von 6,1 Millionen Zugkilometern entspricht. Die ET 424 bieten 24 Sitzplätze in der 1.Klasse, 182 Sitzplätze in der 2.Klasse und 246 Stehplätze, insgesamt 452 Sitz- und Stehplätze. Maximal drei dieser Fahrzeuge können zu einem Langzug gekoppelt werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 Stundenkilometer. Die S-Bahn-Kunden loben vor allem den Komfort der Fahrzeuge und die Pünktlichkeit des S-Bahn-Systems. Bequeme Sitze, ein ansprechendes Innendesign und eine angenehme Luftkühlung machen die Fahrten zum Vergnügen. Als einzige S-Bahn in Deutschland verfügen die hannoverschen ET 424 über ein geschlossenes Toilettensystem. Die Pünktlichkeit aller S-Bahn-Fahrten in der Region Hannover liegt bei überwiegend 98 bis 99 Prozent. Das S-Bahn-Netz besteht aus folgenden fünf Linien: * S 1 Minden - Stadthagen - Wunstorf - Hannover Hbf - Weetzen - Haste * S 2 Nienburg - Neustadt - Wunstorf - Hannover Hbf - Weetzen - Haste * S 3 Hannover Hbf - Lehrte - Burgdorf - Celle * S 4 Bennemühlen - Langenhagen - Hannover Hbf - Weetzen - Hameln * S 5 Hannover Flughafen - Hannover Hbf - Weetzen - Hameln S 1 und S 2 fahren im 60 Minuten-Takt. Die Takte liegen zeitlich so zueinander, dass zwischen Wunstorf und Hannover Hbf sowie zwischen Hannover Hbf-Weetzen-Haste ein 30 Minuten-Takt entsteht. S 3 fährt im 60 Minuten-Takt auf der Linie Hannover-Lehrte-Celle, zusätzlich wird eine Verstärkerlinie Hannover-Lehrte als Pendel eingesetzt. Beide Linien ergeben zwischen Hannover und Lehrte einen 30 Minuten-Takt. S 4 und S 5 fahren grundsätzlich im 30 Minuten-Takt (Sonntags 60 Minuten-Takt). In den Hauptverkehrszeiten werden die zwei S-Bahnen Richtung Hameln in Hannover vereinigt, um so auf dem Abschnitt Hannover-Hameln ein größeres Platzangebot anbieten zu können. In der Gegenrichtung (Hameln-Hannover) werden die S-Bahnen in Hannover Hbf wieder geteilt (sogenanntes "Flügeln"). Technisch betreut werden die 40 S-Bahn-Fahrzeuge im Betriebshof im DB-Werk Leinhausen. Alle 2 500 Kilometer findet dort eine Laufwerkskontrolle statt, alle 10 000 Kilometer eine Nachschau und alle 30 000 Kilometer werden die Fristuntersuchungen durchgeführt. Für die Innen- und Außenreinigung und zum Abstellen der S-Bahn-Fahrzeuge ist auf dem Gelände des hannoverschen Hauptgüterbahnhofs eine Behandlungs- und Abstellanlage entstanden. Kernstück dieser Anlage ist eine 110 Meter lange Waschhalle, in der stündlich bis zu drei S-Bahn-Vollzüge in einem vollautomatischen Waschverfahren gereinigt werden können. Deutsche Bahn und die Aufgabenträger des öffentlichen Schienen-Personennahverkehrs erörtern derzeit gemeinsam die Möglichkeit einer Ausweitung des S-Bahn-Netzes, so zum Beispiel von Hameln nach Bad Pyrmont-Paderborn oder in weiterer Zukunft von Lehrte nach Hildesheim. ots Originaltext: Deutsche Bahn AG Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Hans-Jürgen Frohns Pressesprecher für Bremen und Niedersachsen, Hannover Tel.: 05 11/2 86-34 98 Fax: 05 11/2 86-33 45 Birgit Röher Stellv. Sprecherin Nahverkehr Tel.: 0 69/2 65-77 27 Fax: 0 69/2 65-76 26 E-Mail: medienbetreuung@bku.db.de Internet: http://www.bahn.de Original-Content von: Deutsche Bahn AG, übermittelt durch news aktuell

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