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Spendenhotline für afghanische Flüchtlinge

Tönisvorst (ots) - Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor hat eine Spendenhotline für afghanische Flüchtlinge eingerichtet. Wer das Elend der Flüchtlinge lindern will, kann jetzt auf einfachem und gebührenfreiem Wege spenden. Sie wählen die Telefonnummer: 0190 08 10 20. Über diese Nummer können 20,- Mark für lebenswichtige Medikamente gespendet werden. Seit Jahren unterstützt die action medeor Projekte in Afghanistan und Pakistan. Die Deutsche medeor-Partnerin Karla Schefter, Leiterin des Chak-e-Wardak Hospitals, verließ als letzte Europäerin Afghanistan und berichtete aktuell über die dramatische Situation der afghanischen Flüchtlinge. Seit über 20 Jahren leiden die Menschen in Afghanistan unter dem Bürgerkrieg. Die Dürre der vergangenen drei Jahre hat die katastrophale Lage im Süden und Westen weiter verschärft. Experten fürchten eine humanitäre Katastrophe mit Millionen von Toten. Am meisten leiden die Kinder. Nach Angaben des Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen erreicht jedes vierte Kind seinen fünften Geburtstag nicht. Von hundert Kindern sterben im ersten Lebensjahr 16. Zu den Flüchtlingen: Außer den 3,5 Millionen, die nach Pakistan oder den Iran geflüchtet sind, leben 800.000 Menschen in Lagern. In Herat gibt es 220.000 Flüchtlinge, dort ist jetzt die Cholera ausgebrochen." Das Chak-e-Wardak Hospital betreut zur Zeit 50 Menschen stationär. Mindestens 100 kommen täglich von weit her, um ambulante Hilfe zu finden. Bis heute hat dieses Krankenhaus die medizinische Grundversorgung für über 400.000 Menschen garantiert. Mittlerweile zählt es zu den fünf besten Hospitälern in ganz Afghanistan. Das Medikamenten-Hilfswerk action medeor versorgt das Chak-e-Wardak Hospital mit Medikamenten und verschickt Hilfssendungen sowohl nach Pakistan als auch an die iranische Grenze zu Afghanistan. Dort warten 3,5 Millionen Flüchtlinge auf Hilfe, nach UN-Schätzungen werden weitere 1,5 Millionen hinzu kommen. Für diese Hilfe bittet action medeor um Spenden: Hintergrund zur politischen Situation: "Unter den Taliban gibt es Gemäßigte und Extremisten. Doch die moderaten Kräfte sind von den Radikalen abgesägt worden;" analysiert Karla Schefter die politische Situation. "In diesem Jahr haben sich die Extremisten endgültig durchgesetzt." Sie werden unterstützt von der "Religiösen Polizei". "Das sind Söldner, die von arabischen Extremisten finanziert werden. Wenn die nur eine Musikkassette finden, droht Prügel oder Gefängnis." Unter den Menschen herrsche nur noch Angst, Denunziantentum sei an der Tagesordnung. Die Taliban verbieten Frauen jede Ausbildung und Berufstätigkeit. Umso wichtiger ist die Hilfe für die Menschen in den Flüchtlingslagern. Spendenhotline für afghanische Flüchtlinge: 0190 08 10 20 Online-Spenden: www.medeor.org Über action medeor: Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. wurde 1964 mit dem Ziel gegründet, bedürftigen Menschen in den Entwicklungsländern mit Basismedikamenten und medizinischem Kleingerät zu helfen. Neben der kontinuierlichen Versorgung von Gesundheitsprojekten mit Basismedikamenten leistet action medeor schnelle Not- und Katastrophenhilfe, die durch einen eigenen Lagerbestand von rund 300.000 Medikamentenbehältern gesichert wird. Inzwischen unterstützt action medeor über 11.000 Gesundheitsprojekte in 140 Ländern. Einheimischen Projektträgern steht action medeor beim Aufbau und der Entwicklung von Basisgesundheitsdiensten beratend zur Seite. Neben der Beschaffung von Medikamenten bestehen zwei weitere Schwerpunkte: pharmazeutische Fachberatung sowie Durchführung eigener Gesundheitsprojekte in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen. ots Originaltext: action medeor e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen steht unsere Pressestelle zur Verfügung: Rüdiger Sornek: 02156-9788-70 Susanne Haacker: 02156-9788-78 Herausgeber: action medeor D-47918 Tönisvorst Tel. 02156-9788-0 Fax 02156-978888 Email: info@medeor.org Homepage: www.medeor.org Original-Content von: action medeor, übermittelt durch news aktuell

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