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TÜV Rheinland Berlin Brandenburg empfiehlt: NASA-Risikomanagementsystem für ökologischen Landbau

    Köln/Berlin (ots) - Deutlich reduzieren lässt sich nach Ansicht
des TÜV Rheinland Berlin Brandenburg das Risiko von
Lebensmittelvergiftungen, wie sie im jüngsten Nitrofen-Skandal
aufgetreten sind. Die konsequente Beachtung existierender Standards
könne zwar kriminelle Machenschaften nicht verhindern, ermögliche
aber die rechtzeitige Gefahrenerkennung.  In diesem Zusammenhang
plädieren die TÜV-Experten für die verbindliche Einführung des
HACCP-Standards für ökologisch wirtschaftende Betriebe. Eine solche
Maßnahme diene dem Schutz von Verbrauchern und der Branche
gleichermaßen.
    
    Bei HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Point) handelt es
sich um eine Art Frühwarn-Einrichtung für die Lebensmittelindustrie:
Das ursprünglich für die NASA konzipierte Risikomanagementsystem
beruht auf der Analyse aller potentiellen Gefahren in einem
Produktionsprozess. Die Aufschlüsselung der Abläufe reicht von der
Personalhygiene bis hin zu den verwandten Reinigungsmitteln und den
Qualitätsstandards der Lieferanten. "Eine fundierte Risikoanalyse
hätte das vom Nitrofen-Skandal betroffene mecklenburg-vorpommerische
Unternehmen auf die in seinen Lagerhallen lauernde Gefahr aufmerksam
machen können", erklärt Dr. Angela Moritz, Spezialistin für
Qualitätsmanagement- und HACCP-Systeme in der Lebensmittelbranche
beim TÜV Rheinland Berlin Brandenburg.
    
    Die Lebensmittelexperten des Köln/Berliner TÜV führen neben
akkreditierten Zertifizierungen nach einem international anerkannten
HACCP-Standard in Kooperation mit dem Offenbacher Lacon Institut auch
Validierungen nach EG-Öko-Verordnung durch. Damit sind sie in der
Lage, das von Verbraucherministerin Renate Künast ins Leben gerufene
Bio-Siegel an ökologisch wirtschaftende Betriebe zu vergeben. Viele
Produzenten der Lebensmittelindustrie fordern von ihren Zulieferern
aber bereits darüber hinaus den Nachweis des HACCP-Systems.
    
    
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