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Allradautos im Winter: Auf glatten Straßen Fahrverhalten anpassen
TÜV Rheinland: Grenzen der Fahrphysik lassen sich nicht überlisten
Auch bei Allrad gilt Winterreifenpflicht

Köln (ots) - Auch für Allradfahrzeuge gilt in der kalten Jahreszeit bei widrigen Witterungsverhältnissen Winterreifenpflicht und - wenn etwa auf Passstraßen vorgeschrieben - die Verpflichtung, Schneeketten aufzuziehen. "Da moderne Allradler meist keinen permanenten Vierradantrieb haben und nur im Bedarfsfall bei schlüpfrigem Untergrund die zweite Antriebsachse zuschalten, sollten Autofahrer Schneeketten auf die Räder der permanent angetriebenen Achse montieren. Das ist in der Regel die vordere", erklärt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Ein Blick in die Betriebsanleitung hilft hier außerdem weiter.

Reifen nach sechs Jahren ersetzen

Die Winterreifen sollten mindestens vier Millimeter Profil aufweisen und nicht älter als sechs Jahre sein, da sonst das Gummi aushärtet und die Traktion nachlässt. Das Alter lässt sich mithilfe der DOT-Kennziffer auf der Seitenwand ermitteln. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten beiden für das Jahr. Allradautos ermöglichen durch die wesentlich bessere Traktion zwar höhere Kurvengeschwindigkeiten, doch die Grenzen der Fahrphysik können selbst sie nicht außer Kraft setzen. Auch das Bremsverhalten unterscheidet sich nicht von konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Die Bremswege sind die gleichen.

Gute Traktion verleitet zum schnelleren Fahren

Eine potenzielle Gefahr sieht TÜV Rheinland-Fachmann Sander eher im Kopf der Allradfahrer. Der bessere Vortrieb wiegt sie in Sicherheit und verleitet zum schnelleren Fahren. Das bedeutet jedoch: Bei einem Unfall sind die Folgen erheblich fataler. Deshalb gilt auch hier: auf schnee- und eisglatten Straßen runter vom Gas und das Fahrverhalten entsprechend anpassen. Übrigens: Das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) sollte aus Sicherheitsgründen auch auf glitschigen Straßen stets eingeschaltet bleiben.

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