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TÜV Rheinland: Gut sehen am Bildschirmarbeitsplatz
Medizinische Vorsorge für Beschäftigte an Bildschirmgeräten
Schutz vor Blendung und Reflexionen

Köln (ots) - Im Büro führt vor allem langes und intensives Arbeiten am Bildschirm zu einer Belastung der Augen. Mehr als 23 Millionen Menschen arbeiten täglich oder fast täglich mit einem Computer- oftmals mehrere Stunden. Trockene, brennende oder müde Augen können die Folge sein. Dr. Wiete Schramm, Fachärztin für Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland: "Bei einer Bürotätigkeit sollte möglichst zwischen Aufgaben am Bildschirm und anderen Tätigkeiten wie Telefonieren oder Ablage gewechselt werden. Ist das nicht möglich, entlasten der bewusste Blick in die Ferne oder kurze Pausen die Augen."

Arbeitsmedizinische Vorsorge für gutes Sehen

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern die arbeitsmedizinische Vorsorge an Bildschirmgeräten durch den Betriebsarzt anzubieten. Die Kosten für diese Vorsorgemaßnahme trägt der Arbeitgeber. Neben der Erfassung der aktuellen Beschwerden stehen die Sehschärfe und das Sehvermögen bei der typischen Entfernung zwischen Auge und Monitor von 55 bis 70 Zentimetern im Mittelpunkt der Untersuchung. Wird festgestellt, dass für die Arbeit an Bildschirmgeräten spezielle Sehhilfen benötigt werden, beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten. Ergänzend zur Untersuchung der Augen erfolgt eine Beratung zur Ergonomie am Arbeitsplatz.

Die Ausstattung des Arbeitsplatzes muss an die Tätigkeit angepasst sein. "Monitore sollten für Büroanwendungen mit grafischer Benutzeroberfläche mindestens 17 Zoll groß, in Höhe und Neigung verstellbar sowie drehbar sein", erläutert Schramm. Ein scharfes Schriftbild und eine flimmerfreie Darstellung unterstützen ein entspanntes Sehen. Die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten schreibt unter anderem vor, dass Tastatur und Arbeitsfläche reflexionsfrei sein müssen. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz darf nicht blenden und muss der Sehaufgabe und dem Sehvermögen der Benutzer angepasst sein. Große Monitore, in Größe und Kontrast einstellbare Bildschirmdarstellungen und spezielle Lesegeräte ermöglichen es auch Arbeitnehmern mit eingeschränkter Sehfähigkeit häufig eine Bürotätigkeit auszuüben.

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