TÜV Rheinland AG

Schutzimpfungen für Erwachsene: Masern langfristig ausrotten
Über Auffrischungen informieren
Impfung gegen Tetanus und Diphtherie empfohlen
Krankheitsrisiken in Urlaubsländern vorbeugen

Köln (ots) - Während Kinder bereits ab einem Alter von zwei Monaten mehrfach den "kurzen Pikser" zu spüren bekommen, zeigen sich Erwachsene in Deutschland häufig "impfmüde". Und dass, obwohl moderne Impfstoffe gut verträglich sind und unerwünschte Nebenwirkungen nur noch in ganz seltenen Fällen beobachtet werden. Vermeintlich eingedämmte Infektionskrankheiten, wie etwa Diphtherie oder Masern, können durch dieses Verhalten wieder aufflackern und sich verbreiten. "In Deutschland gibt es keine Impfpflicht", sagt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. "Trotzdem sollte jeder seiner eigenen Gesundheit wegen die Impfungen regelmäßig auffrischen, für die auch im Erwachsenenalter eine Auffrischung empfohlen wird." Erster Ansprechpartner hierfür ist der Hausarzt. Auf den Internetseiten der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts ( www.rki.de ) können sich Erwachsene außerdem über die aktuellen Impfempfehlungen informieren.

Zu den bekanntesten Impfungen, die alle zehn Jahre aufzufrischen sind, zählen Tetanus und Diphtherie. "Es gibt einen Kombinationsimpfstoff für beide Impfungen, so braucht man nur eine Spritze", sagt Dr. Roth. Seit Herbst 2009 wird diese Impfung auf Wunsch auch mit dem Impfstoff gegen Pertussis - Keuchhusten - kombiniert verabreicht. "Gerade Erwachsene mit viel Kontakt zu Kindern können sich so wirksam schützen", empfiehlt die Expertin. Genauso wichtig ist diese Impfung für Frauen mit Kinderwunsch und deren Partner, da eine Keuchhustenerkrankung in der Schwangerschaft die Gesundheit des Embryos gefährden kann. Gleiches gilt, wenn bei werdenden Müttern die Röteln ausbrechen. Deshalb sollten Frauen vor einer geplanten Schwangerschaft unbedingt prüfen, ob sie als Kind eine Rötelimpfung erhalten haben und wenn nicht, diese nachholen. Seit kurzem besteht außerdem für werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche eine Impfempfehlung gegen Influenza. Auch Personen ab dem 60. Lebensjahr und solche mit einem schlechten Immunsystem sollten jedes Jahr im Herbst zur Grippevorbeugung ihre Influenza-Impfung erneuern.

Ganz neu ist die einmalige Masernimpfung für Erwachsene, die als Kind keine erhalten haben. Der Grund: Gerade in den letzen Jahren brach diese Krankheit wieder vermehrt aus. Um Masern auf lange Sicht auszurotten, wird eine hohe Durchimpfungsrate benötigt.

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