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Treppenlifte: Mobil im eigenen Haus
TÜV Rheinland: Geräte von Fachbetrieben einbauen lassen
Nutzer sollten auf Prüfzeichen achten
Abnahme durch neutrale Sachverständige erhöht Sicherheit

Köln (ots) - Treppensteigen ist für viele Senioren und gehbehinderte Menschen eine Last - auch im eigenen Zuhause. Um ein barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, ist ein Treppenlift ein sinnvolles Hilfsmittel. Einige Anbieter verleihen die Geräte auch, so dass die hohen Anschaffungskosten entfallen. Doch auch Leihgeräte müssen eingebaut werden. "Dazu sind in der Regel keine großen baulichen Veränderungen erforderlich", erklärt Dirk Laenger von TÜV Rheinland. Ein Treppenlift kann an jede Treppe angepasst werden, denn er läuft parallel zum Geländer auf einem eigenen Schienensystem und wird vom Nutzer elektrisch bedient. Die handwerklich korrekte Installation sollte stets durch einen qualifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden.

Bei der Auswahl eines passenden Treppenlifts achtet der Kunde am besten auf Zeichen für geprüfte Sicherheit, die unter anderem von TÜV Rheinland vergeben werden. Sind diese nicht vorhanden, muss der Lift zumindest das CE-Zeichen tragen. "Auch wenn nur Betreiber in öffentlichen Gebäuden oder in Bereichen, in denen sich Arbeitnehmer befinden, gesetzlich zur Kontrolle verpflichtet sind, raten wir privaten Treppenlift-Besitzern zu einer freiwilligen Abnahme durch TÜV Rheinland", sagt Laenger. Denn eine handwerklich korrekte Montage und damit den sicheren Fahrbetrieb kann nur ein Sachverständiger feststellen. Ist der Treppenlift etwa nicht richtig geerdet, besteht die Gefahr eines elektrischen Schlags.

Nach der Montage heißt es: Platz nehmen. Angaben über die maximale Belastung sollten gut sichtbar am Lift angebracht sein. Wichtig ist, dass Beine und Knie des Nutzers genügend Raum haben und die Füße sicher auf dem Fußtritt stehen. Individuell anpassbare Armauflagen sowie eine stabile Rückenlehne sorgen für guten Halt. Sensoren zur Vermeidung von Quetschungen ermöglichen einen sicheren Betrieb. "Die Steuerung des Geräts sollte leicht verständlich und intuitiv bedienbar sein", betont Dirk Laenger. Vor der ersten Fahrt sollte sich jeder Nutzer mit den mechanischen und elektrischen Sicherheitsvorkehrungen wie dem Bremssystem, der Notstop-Vorrichtung und der Kindersicherung vertraut machen. "Trotz des langsamen Tempos können Kinder vom Lift fallen und sich verletzen", warnt der Experte. "Darum sollten sie den Lift nie als Spielgerät nutzen".

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