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Brandgefahr im Haushalt: Rauchmelder können Leben retten
TÜV Rheinland: bei Elektrogeräten immer auf GS-Zeichen achten
Elektrogeräte und Verlängerungskabel regelmäßig auf Beschädigungen prüfen

Köln (ots) - In Deutschland ereignen sich pro Jahr rund 200.000 Wohnungsbrände. Allein 2008 entstanden laut Gesamtverband der Deutschen Versicherer dabei Schäden in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro. Zu einem solchen Unglück muss es aber nicht kommen, wenn mögliche Gefahrenquellen in den eigenen vier Wänden konsequent identifiziert und entschärft werden: "Die Brandgefahr durch defekte oder unsachgemäß angeschlossene Elektrogeräte wird unterschätzt", betont Werner Lüth, Sicherheits- und Brandschutzexperte bei TÜV Rheinland. Ein sorgfältiger Umgang mit Elektrogeräten reduziert dieses Risiko deutlich. Bereits beim Kauf sollten Verbraucher daher auf Geräte mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten, das unter anderem von TÜV Rheinland verliehen wird.

Mögliche Brandquellen existieren überall dort, wo Elektrogeräte einen Kurzschluss verursachen können. "Wichtig ist es daher, Anschlusskabel regelmäßig auf Schäden an der Isolierung zu überprüfen und unbeaufsichtigten Dauerbetrieb zu vermeiden", rät der Brandschutzexperte. Defekte Geräte müssen sofort vom Stromnetz getrennt werden - besonders, wenn es schon nach verschmortem Kunststoff riecht oder sich Rauch entwickelt. Diese Geräte entweder gleich entsorgen oder von einem Fachbetrieb reparieren lassen. Hängen viele leistungsstarke Elektrogeräte an einer Mehrfachsteckdose, besteht die Gefahr der Überlastung: Hoher Stromfluss erzeugt Wärme, die Stromleitungen überhitzen und die Schwelbrandgefahr wächst. Zur Sicherheit immer auf die maximal mögliche Anschlussleistung der Verteiler achten.

Wer darüber hinaus für mehr Brandschutz in den eigenen vier Wänden sorgen möchte, sollte darauf achten, dass leicht entflammbare Dinge wie Zeitschriften oder Gardinen nicht in unmittelbarer Nähe von elektrischen Wärmegeräten oder Kaminen liegen oder hängen. Vorsicht auch bei offenem Feuer: "Kerzen und Kamine sorgen zwar für Behaglichkeit, erfordern aber erhöhte Aufmerksamkeit", warnt Werner Lüth. Gerade in offenen Kaminen entsteht leicht Funkenflug, der sich durch den Einbau einer Kamintür effektiv verhindern lässt. Zudem gehört vor jeden Kamin eine Metallplatte, damit sich beispielsweise der Teppich nicht einfach entzündet. Zudem Streichhölzer und Feuerzeuge sicherheitshalber außer Reichweite von Kindern aufbewahren. "Rauchmelder reagieren schon, wenn Brände entstehen", sagt der Experte. Sie schlagen bereits bei geringer Rauchentwicklung Alarm und retten so im Ernstfall Leben.

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