TÜV Rheinland AG

Neue EU-Spielzeugrichtlinie: Schritt in die richtige Richtung
Generelles Verbot krebserregender Stoffe war überfällig
Weltweit führender Spielzeugprüfer empfiehlt: Auf GS-Zeichen achten

Nürnberg (ots) - Die Fachleute von TÜV Rheinland LGA begrüßen die heute vom Europäischen Parlament verabschiedete Neufassung der EU-Spielzeugrichtlinie als Schritt in die richtige Richtung, auch wenn nicht alle Vorschläge von Experten umgesetzt werden konnten. TÜV Rheinland gehört mit über 100.000 Kontrollen und Tests an Spielzeugen jährlich zu den führenden Prüfhäusern für Spielzeug weltweit. "Aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Technik wurden in der neuen Richtlinie berücksichtigt. Das gilt besonders für klarere Vorgaben zu verschluckbaren Kleinteilen und das generelle Verbot von krebserregenden, mutagenen oder reproduktionstoxischen Stoffen in Spielzeugen", so Dr.-Ing. Wilhelm Schubert, Geschäftsleiter bei TÜV Rheinland LGA in Nürnberg.

Da die neue Richtlinie allerdings weiterhin keine unabhängige Prüfung von Spielzeug - wie in den USA - vorsieht, sollten Verbraucher beim Kauf auch künftig auf neutrale Prüfzeichen achten. Unabhängig geprüftes Spielzeug ist an speziellen Prüfsiegeln von TÜV Rheinland und LGA erkennbar: Das GS-Zeichen steht für geprüfte Produktsicherheit. Hinzu kommt das TÜV Rheinland Proof-Siegel mit dem Teddybär als Erkennungszeichen (schadstoffgeprüft) und das Prüfzeichen "Ausgezeichneter Spielwert" von TÜV Rheinland LGA, das die Kontrolle von Sicherheit sowie chemischer Unbedenklichkeit bei gleichzeitiger Beurteilung des Spielwertes unter pädagogischen und entwicklungspsychologischen Aspekten vorsieht.

Prüfzeichen geben zusätzliche Sicherheit. Denn der Verkauf von unsicherem Spielzeug bleibt ein großes Problem: Das haben noch im November 2008 die unabhängigen Produktprüfer des TÜV Rheinland in Köln und von TÜV Rheinland LGA in Nürnberg bei einem Test von 50 verschiedenen Spielzeugen festgestellt: Für den Test wurden Spielzeuge im normalen Handel in Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen gekauft. Nur rund jedes zweite (27 von 50) Produkt ist ohne Mängel durch die Tests gekommen. Das heißt: 23 der 50 Produkte dürften in der EU gar nicht verkauft werden.

Weitere Tipps zum sicheren Spielzeugkauf unter www.tuv.com/presse im Internet.

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