TÜV Rheinland AG

Kartbahnen: Sicherheit fährt vor
TÜV Rheinland: Größte Gefahr ist Selbstüberschätzung
Vor dem Start genaue Einweisung wichtig

Köln (ots) - Der Kartsport boomt. Fast 200 Kartbahnen gibt es in ganz Deutschland, auf denen auch viele Freizeitfahrer ihre Runden drehen - sei es bei Betriebsfeiern, als Geburtstagsgeschenk oder als Spaß für die ganze Familie. Doch egal ob Indoor- oder Outdoor-Bahn: Bei aller Freude über das rasante Vergnügen, sollte allerdings stets die Sicherheit vorgehen. Denn auch Leih-Karts für Hobbyfahrer erreichen bis zu Tempo 60. Zudem gilt: "Selbstüberschätzung gehört zu den häufigsten Unfallursachen auf den Rennkursen", so Berthold Tempel von TÜV Rheinland. Verantwortung für die Sicherheit hat der Betreiber. "Es gibt in Deutschland nach der Inbetriebnahme einer Anlage keine Pflicht zur regelmäßigen unabhängigen Kontrolle der Sicherheit von Karts und Bahnen beispielsweise durch Prüforganisationen", erklärt der Experte für die Sicherheit von Kartbahnen und Karts.

Die Karts haben - anders als Autos - keine Straßenzulassung und müssen deshalb auch nicht regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Aber es gibt Normen für Fahrzeuge und Bahnen, an deren Gestaltung TÜV Rheinland mitgearbeitet hat. Diese machen klare Vorgaben für die Sicherheit der Karts und Fahrbahnen. Auch die Fahrer oder bei Kindern deren Eltern sind in der Verantwortung. Sie können schon bei der Wahl der richtigen Bahn auf Sicherheitsaspekte achten und sich speziell darüber informieren. Karts namhafter Hersteller werden beispielsweise unabhängig geprüft und verfügen über das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.

Vor dem ersten Start sollte qualifiziertes Fachpersonal eine genaue Einweisung vornehmen. Dazu zählt die Erklärung des Fahrzeugs ebenso wie die Einweisung in Streckensignale und Eigenarten der Bahn. Leih-Karts sollten über einen geschlossenen Rundumschutz verfügen, so dass die Räder innerhalb des Schutzrings liegen. Wichtig ist zudem: Überrollbügel, Kopfstütze, geschlossener Boden und gute Verkleidung beweglicher Teile und des Motors, damit es nicht zu Verbrennungen oder anderen Verletzungen kommen kann. Kinder-Karts sollten entsprechend ergonomisch abgestimmt sein und über Gurte verfügen. Berthold Tempel: "Sehr gefährlich sind selbst erdachte Lösungen als Sitzerhöhungen zum Beispiel durch Kissen oder Schaumstoff, damit die Kinder fahren können."

Auch für die Bahn sind Vorgaben für hohe Sicherheit leicht erkennbar. Zum Beispiel sollten Streckenbegrenzungen ein Ableitsystem durch Kunststoffbänder oder Platten direkt über dem Boden besitzen. Gestapelte Autoreifen als Begrenzung müssen fest verbunden sein und ebenfalls über ein Ableitsystem verfügen. Die Strecke sollte für Fahrer immer sehr gut einsehbar sein. Und die Ausfahrt aus dem geschützten Bereich zum Einsteigen und Aussteigen sollte über Ampeln oder Personal klar geregelt sein.

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