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Klimaanlagen im Auto: Was tun bei üblen Gerüchen?
Abschalten der Aircondition kurz vor Fahrtende verhindert Restfeuchte und damit Pilzbefall
Saubere Filter unterbinden das Eindringen von Bakterien

Köln (ots) - Die Klimaanlage ist heute für fast alle Autofahrer ein Muss - selbst in Klein- oder Kompaktfahrzeugen. Laut Kfz-Branche rüsteten die Hersteller im vergangenen Jahr rund 91 Prozent aller Neuwagen mit dem Komfort-Bauteil aus. Bei den Gebrauchten wechselten etwa 64 Prozent mit Aircondition den Besitzer.

"Moderne Klimaanlagen mit Pollen- beziehungsweise Aktivkohle-Filter sorgen nicht nur für einen kühlen Kopf an heißen Tagen. Sie haben auch den Vorteil, dass sie die in den Innenraum strömende Außenluft gründlich reinigen", sagt TÜV Rheinland-Kraftfahrt-Experte Hans-Ulrich Sander. "Das funktioniert jedoch nur bei einwandfreiem, sauberem Filtersystem. Ansonsten können sich dort Keime oder Bakterien einnisten und die Luft im Auto regelrecht verpesten." Deshalb: bei der Inspektion die Werkstatt auf den Filter-Check hinweisen.

Mitunter verbreiten Klimaanlagen nach dem Start modrige Gerüche, ein Indiz für Pilzbefall durch Restfeuchtigkeit. Dann ist meist eine Desinfektion im Fachbetrieb fällig. Als Vorbeugemaßnahme rät darum TÜV Rheinland-Spezialist Sander: "Kurz vor Ende der Fahrt, etwa mit der Eco-Taste, die Kühlfunktion ausschalten, das Gebläse aber weiterlaufen lassen. Der Fahrtwind zieht so die Feuchtigkeit aus der Anlage."

Lässt die Kühlleistung deutlich nach, kann das auf einen Kältemittel-Verlust hindeuten. In diesem Fall das Klimasystem vom Fachmann unbedingt auf Dichtigkeit prüfen und den Füllstand kontrollieren lassen.

Als optimale Innenraumtemperatur im Auto gilt der Bereich zwischen 21 und 23 Grad Celsius, ein vernünftiger Kompromiss zwischen Wohlfühlfaktor und Wirtschaftlichkeit. Denn: Läuft die Kältemaschine stets auf vollen Touren, erhöht sich der Spritverbrauch. Auch im Winter - etwa beim Start - die Klimaanlage regelmäßig für ein paar Minuten einschalten. Das sorgt für die notwendige Schmierung des Aggregats und verhindert gleichzeitig beschlagene Scheiben.

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