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Mehr Sicherheit auf Landstraßen: 7. Deutscher Verkehrsexpertentag will das Unfallrisiko auf Landstraßen reduzieren
Leitplanken für Bäume
Vorbeugende Maßnahmen für Fahranfänger und Senioren

Köln (ots) - Durch Fahrzeugtechnik und Schutzeinrichtungen, wie beispielsweise Leitplanken an Bäumen, lässt sich die Zahl der Getöteten auf Landstraßen um rund 30 Prozent senken. Das ist das Ergebnis des 7. Verkehrsexpertentags der Gesellschaft für Unfallforschung bei Verkehrsunfällen (GUVU) in Bonn. Teilnehmer des zweitägigen Symposiums waren zahlreiche Experten aus Politik, Wissenschaft und Verbänden. Professor Dr. Wilfried Echterhoff, Geschäftsführender Vorstand der GUVU, sagt: "Alle Fachgebiete und alle Institutionen haben dringend dazu beizutragen, die Sicherheit auf Landstraßen zu erhöhen. Unser Kongress bietet dazu die geeignete Möglichkeit, da die entsprechenden Fachleute und Akteure als Referenten und als Teilnehmer auf unsere Einladung hin für diese zwei Tage nach Bonn gekommen sind." Tagungspräsident Prof. Dr. Jürgen Brauckmann, Vorstand Mobilität TÜV Rheinland, erklärt: "Ziel ist es, die Verkehrssicherheit durch Unfallforschung zu erhöhen. Die Ergebnisse dieser Tagung werden gebündelt und als Entschließungen für Wirtschaft und Politik weitergegeben." Diese Forderungen betreffen die Gebiete "Infrastruktur", "Mensch", "Fahrzeugtechnik".

Die Infrastruktur

Nahezu 30 Prozent der in Deutschland auf Landstraßen getöteten Menschen sind bei Baumunfällen zu beklagen. Diese Zahl kann gesenkt werden, wenn Bäume am Fahrbahnrand nur noch mit passiven Schutzeinrichtungen, wie zum Beispiel Leitplanken, versehen werden. Eine ähnliche Gefahr stellen Laternenmasten dar. Neun Prozent der Aufprallunfälle an Laternenmasten gehen tödlich aus. Die Lösung hier lautet: Laternenmasten müssen biegsam und nicht starr sein, damit sie bei einem Aufprall zusammengedrückt oder sogar abgebrochen werden.

Der Mensch

Bereits die Ausbildung von Fahrschülern muss ihren Beitrag zur Minderung des Unfallrisikos auf Landstraßen leisten. So sollten Ausbildungsinhalte, wie zum Beispiel angepasste Geschwindigkeit, Befahren von Kurven und richtiges Verhalten beim Überholen fester Bestandteil der Lehrpläne werden. Senioren sind weit seltener an Unfällen beteiligt als angenommen. Deshalb macht es mehr Sinn, verkehrsauffällige Senioren individuell zu prüfen als eine starre Altersgrenze zum Maßstab für Fahrtauglichkeit zu nutzen.

Die Fahrzeugtechnik

Nach einer Studie des TÜV Rheinland würde die Zahl nächtlicher Unfälle auf Landstraßen um mehr als 50 Prozent sinken, wenn alle Fahrzeuge mit Xenonlicht ausgestattet wären. Diese Scheinwerfertechnologie muss also möglichst schnell in allen Fahrzeugsegmenten Einzug finden.

Bei Rückfragen können Sie sich an die Gesellschaft für Ursachenforschung bei Verkehrsunfällen, Herrn Professor Dr. Wilfried Echterhoff, Geschäftsführender Vorstand der GUVU, Telefonnummer 0221-890 5848, wenden.

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