TÜV Rheinland AG

Kindersicherheitstag: Gefahren im Haushalt vermeiden
Tipps des TÜV Rheinland zum nationalen Kindersicherheitstag: Kinderzimmermöbel in der Wand verankern
Beim Spielzeugkauf auf GS-Zeichen achten

Köln (ots) - In Deutschland verunglücken jedes Jahr mehr als 250.000 Kinder unter 15 Jahren im häuslichen Umfeld. Die meisten Unfälle passieren im Kinderzimmer, in der Küche und auf Treppen. Stürze machen über die Hälfte dieser Unfälle aus. Zusammenstöße, Schnittverletzungen, Verbrennungen, Verbrühungen und Vergiftungen führen ebenfalls häufig zu ungeplanten Arztbesuchen. Dabei können Eltern durch einige einfache Vorsichtsmaßnahmen das Unfallrisiko verringern. Darauf weisen die Experten des TÜV Rheinland zum nationalen Kindersicherheitstag hin, der seit dem Jahr 2000 von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. veranstaltet wird. TÜV Rheinland unterstützt die Initiative als Mitglied.

Ursache für Unfälle ist meist das kindliche Naturell: Ablenkung, Hast, Übermut und Unkenntnis, aber auch einfach nur Neugierde bringen Kinder in gefährliche Situationen. Das herunterhängende Kabel des Wasserkochers sieht für Kinder interessant aus und lässt sie unwillkürlich daran ziehen. War das Gerät gerade noch in Betrieb, drohen schwerste Verbrennungen. "Viele Unglücke können Eltern durch simple Vorsichtsmaßnahmen vermeiden", sagt TÜV Rheinland-Experte Volker Meuser. "Gerade das Kinderzimmer, in dem sich die Kleinen viel aufhalten, birgt Gefahren, an die die wenigsten denken." So rät Meuser dazu, Schränke und Regale im Kinderzimmer in den Wänden zu verdübeln. Kinderzimmermöbel müssen zudem standsicher, Ecken und Kanten sollten in jedem Fall abgerundet sein. Spielzeug sollte GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen, und was seltsam riecht, sollte gar nicht erst gekauft werden.

Auch im übrigen Haus lassen sich mit einfachen Mitteln Unfälle verhindern. So beugen kindersichere Steckdosen und Verlängerungsleitungen Stromschlägen vor. Der TÜV Rheinland-Experte weist darauf hin, dass nachträglich montierte Kindersicherungen nicht immer geprüft sind. Die bessere Wahl sind werkseitig mit Kindersicherungen ausgerüstete und geprüfte Steckdosen. In der Küche birgt unter anderem der Herd das größte Risiko. Versenkbare oder für Kinder unzugängliche Bedienelemente und ein stabiles Herdschutzgitter leisten bereits guten Schutz. Auch Feuerzeuge sollten, für Kinder unerreichbar, abgelegt werden.

Eine große Gefahrenquelle stellen Reinigungsmittel, Chemikalien und Medikamente dar. "Bad- und WC-Reiniger gehören nicht neben die Toilette oder in den Unterschrank", betont Meuser. "Sie sollten für Kinder nicht erreichbar sein, auch wenn die Verschlüsse kindersicher sind." Denn: Gerade kleine Kinder stecken viele Dinge in den Mund. Selbst kleine Rückstände auf den Verschlusskappen können für eine leichte Vergiftung schon ausreichen.

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