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Motorrad-Schutzkleidung und -helme: Sicherer Start in den Biker-Frühling
TÜV Rheinland-PROOF-Label gibt Sicherheit beim Kombikauf
Bei Protektoren auf Europa-Normen achten

Köln (ots) - Jetzt schwingen sie sich wieder verstärkt auf ihre Enduros, Cruiser, Sportler oder Tourer. Für sicheren Fahrspaß sorgen dabei richtige Schutzkleidung und Helme. "Die Biker-Montur sollte bequem sitzen, aber keinesfalls flattern", sagt Brigitte Hendel, Expertin für Schutzkleidung bei TÜV Rheinland. "Am Material scheiden sich die Geister. Textilkombis, -jacken und -hosen sind leicht, waschbar und relativ wetterfest, erreichen jedoch nie die Abriebsfestigkeit eines guten Leders, dessen Dicke 1,2 bis 1,4 Millimeter betragen sollte." Protektoren in der Bekleidung schützen besonders gefährdete Körperpartien wie Wirbelsäule, Schultern, Knie, Ellbogen oder Hüften. Auf der sicheren Seite befinden sich Biker, die dabei auf "Schutzpanzer" zurückgreifen, die nach der europäischen Norm EN 1621-1 geprüft und gekennzeichnet sind. Für Rückenprotektoren gilt die Norm EN 1621-2. Hier muss etwa die passende Torso-Länge (Schulter bis Taille) angegeben sein. Protektoren können außerdem das freiwillige GS-Siegel für "Geprüfte Sicherheit" tragen, das auch TÜV Rheinland vergibt.

Als sichtbares Qualitätszeichen für geprüfte Motorradbekleidung steht das spezielle TÜV Rheinland-PROOF-Label. Dafür nehmen die Spezialisten Material, Verarbeitung und Tragekomfort akribisch unter die Lupe. Sie checken dabei die Funktionalität, Widerstandsfähigkeit, Wind- und Wasserdichtheit von Geweben, Nähten, Beschichtungen oder Reißverschlüssen - nicht nur im Labor, sondern auch in Praxistests mit Tourenfahrern sowie unter verschärften Rennbedingungen.

Beim Kauf eines Motorradhelms - egal, ob Integral-, Klapp-, Jet- oder Crosser-Variante - rät TÜV Rheinland-Fachmann Peter Schaudt, auf die aktuelle europäische Zulassungsvorschrift ECE R 22.05 zu achten, obwohl diese in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Die entsprechenden Aufnäher befinden sich meistens am Kinnriemen oder im Innenfutter. Neben einem "E" im Kreis mit dem Länderschlüssel - etwa "1" für Deutschland - weist die Genehmigungsnummer, die mit "05" beginnt, auf die entsprechende Norm hin.

Wichtig für Italienreisende! Wen die Polizei dort mit einem alten 04er-Helm erwischt, der muss das Motorrad sofort abstellen. Die Weiterfahrt gestatten die Beamten erst mit einem 05er-Helm.

"Ein Motorradhelm muss zwar rundum gut sitzen, darf aber nicht drücken", weiß Schaudt. "Daher den Kopfschutz im Geschäft eine Zeit lang überstülpen. Manche Händler bieten sogar die Möglichkeit einer Probefahrt. So offenbaren sich am besten Defizite wie Windgeräusche oder zu lockere Passform." Ein wichtiger Sicherheitsfaktor ist auch das Gewicht. Denn ein relativ leichter Helm belastet bei einem Crash die Nackenwirbel weitaus weniger.

Zu den Checks im Kölner Labor gehört auch die Stoßdämpferprüfung. Dabei rauscht der stählerne Kopf inklusive Helm mit 27 km/h auf einen Amboss. Darüber hinaus kontrollieren die TÜV Rheinland-Experten Kinnriemen und Verschlüsse und stellen beim Abstreif-Test fest, was der Helm im Ernstfall wirklich taugt.

Übrigens: Tadellose, von TÜV Rheinland geprüfte Helme, die die ECE R.22.05 erfüllen, gibt es bereits für weniger als 40 Euro im Handel.

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