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Rheinische Post: KOMMENTAR Streit um Schule

    Düsseldorf (ots) - Zwei CDU-Gemeinden aus dem Münsterland wollen die Gemeinschaftsschule einführen. Das muss der Union in NRW richtig weh tun, denn mit diesem neuartigen Schulmodell, das von SPD und Grünen gefördert wird, hat sie nichts am Hut. Sicherlich wird Schulministerin Barbara Sommer (CDU) den Antrag der Gemeinden (noch liegt er gar nicht vor) ablehnen, weil andernfalls einer neuen, Ideologie-befrachteten Debatte über die Schulstruktur Tür und Tor geöffnet würde. Gerade die aber kann das Land jetzt überhaupt nicht brauchen.

    Es mutet ohnehin recht dreist an, dass die vormaligen Regierungspartner SPD und Grüne jetzt plötzlich genau wissen wollen, wo es schulpolitisch lang zu gehen hat. Beide haben selbst nur Flickwerk zustande gebracht und sich nicht zu durchgreifenden Reformen aufraffen können.

    Die Landesregierung lässt dagegen gute Ansätze erkennen, doch nichts verbessert sich über Nacht. Am Ende (der Legislaturperiode) zählen Fakten statt Schwärmereien um Einheitssysteme. Dennoch: Die Schülerzahl wird rapide abnehmen. Das wirft vielerorts Fragen auf. Letzte Antworten darauf hat auch die Schulministerin nicht parat. Die Schulpolitik, so scheint es, wird d a s Thema zur Landtagswahl 2010.

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