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Rheinische Post: Kommentar: Kompromiss beim Turbo-Abitur möglich?

Düsseldorf (ots) - Im Dauerstreit um das Turbo-Abitur könnte sich der Vorschlag der SPD zur Wiederbelebung des Abiturs nach neun Jahren als tragfähiger Kompromiss erweisen. Er kommt all jenen entgegen, die das G8 für den Stress in der Schule verantwortlich machen. Offenbar denkt vor allem eine große Zahl der Eltern so. Ihnen dürfte die SPD-Landtagspräsidentin mit ihrer drastischen Kritik ("Versündigung") aus dem Herzen gesprochen haben. Der Reformvorstoß ist aber auch für diejenigen akzeptabel, die aus guten Gründen weiterhin an einem Abitur nach acht Jahren festhalten wollen. Um einer Legendenbildung vorzubeugen: Die Verkürzung der Gymnasialzeit war einst von SPD und Grünen ersonnen worden. Die CDU-FDP-Regierung hat sie dann umgesetzt - allerdings mit einer gravierenden Änderung: Damals wurde die Sekundarstufe I von sechs auf fünf Jahre gekappt. Das hat zu einer Verdichtung des Unterrichtsstoffs geführt. Bislang ist es trotz zahlreicher Nachbesserungen offenbar nicht gelungen, Druck aus dem Kessel zu nehmen. Die Verlängerung der Sek I auf sechs Jahre könnte der richtige Ansatz sein. Allerdings gibt es noch viele Fragen zu klären. Aber eines steht fest: In die Schulpolitik wird so schnell keine Ruhe einkehren. Leider.

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