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Rheinische Post: Kommentar
Kleiderdiebe schaden den Bedürftigen = Von Christian Schwerdtfeger

Düsseldorf (ots) - Auf den ersten Blick mag es ein vergleichsweise banales Verbrechen sein, Kleiderspenden zu stehlen. Eines, dem man angesichts der vielen anderen Straftaten, die täglich geschehen, normalerweise nicht viel Aufmerksamkeit beimisst. Wen stören schon ein paar alte Klamotten, die gestohlen werden? Doch so einfach sollte man es sich nicht machen. Denn diese Diebstähle sind alles andere als Kavaliersdelikte. Sie sind durchaus als ein Verbrechen an der Allgemeinheit zu werten. Schließlich fügen die Kleiderdiebe den gemeinnützigen Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) oder den Maltesern einen enormen finanziellen Schaden zu. Darunter haben dann die vielen Bedürftigen zu leiden, die auf die Hilfe der Wohlfahrtsverbände angewiesen sind. Denn diese Einrichtungen finanzieren viele ihrer karitativen Aktivitäten aus den Erlösen, die sie mit dem Verkauf der Kleiderspenden erzielen. Gleichzeitig tragen die Täter aber auch dazu bei, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung sinkt, Textilien überhaupt noch für den guten Zweck zu spenden. Denn wenn man Sorge haben muss, dass man Kriminelle unterstützen könnte, wirft man seine alte Kleidung lieber in den Müll.

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