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Rheinische Post: Kommentar: Fehleinschätzung

Düsseldorf (ots) - Der Einsatz der Polizei in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof hat erneut gezeigt, dass die dortige Sicherheitsbehörde offenbar Schwierigkeiten hat, Gefahrenlagen frühzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen. Noch am Neujahrsmorgen hatte die Polizei keinen genauen Überblick über die vielen widerwärtigen Übergriffe auf Frauen. Stattdessen erklärte sie noch in einer Pressemitteilung, dass es in der Stadt bei den Feierlichkeiten zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen sei. Eine Panne, für die sich der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers gestern öffentlich entschuldigen musste. Schon bei der "Hogesa"-Demonstration im Herbst 2014 war es in Köln rund um den Hauptbahnhof aufgrund einer Fehleinschätzung der Polizei zu massiven gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Damals gelobte die Behörde Besserung und erklärte, dass so etwas in Köln nicht noch einmal passieren dürfe. Aber anscheinend hat sich seitdem nicht viel geändert - anders lässt sich die Fehleinschätzung der Silvesternacht kaum erklären.

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