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Rheinische Post: Kommentar
System Blatter bleibt = Von Gianni Costa

Düsseldorf (ots) - Das System "Sepp Blatter" hat beim Fußball-Weltverband Fifa noch immer nicht ausgedient. Das ist die ernüchternde Erkenntnis nach dem Urteil der Ethikkommission. Blatter darf zwar nicht mehr mitspielen - damit ist ein Strippenzieher entmachtet. Aber es laufen noch viele weitere kleine und große Blatters in der Organisation herum, die sich selber gerne als Familie bezeichnet. Wenn im Februar sein Nachfolger gewählt wird, ist damit nicht die Hoffnung verbunden, dass es nun vorbei ist mit Korruption und Mauscheleien. Im Gegenteil - man wird sich nur an neue Namen gewöhnen müssen. Alles andere wird bleiben wie bisher. Die Fifa hat nicht die Kraft für Erneuerungen. Die Ermittlungen sind vom US-Justizministerium vorangetrieben worden. Der DFB, bislang selbst ernannter Vorzeigeverband, wenn es um die Einhaltung von Recht und Ordnung ging, fällt bis auf Weiteres als moralisches Korrektiv aus. Man ist zu sehr mit sich und der Frage beschäftigt, ob beim Sommermärchen 2006 geschummelt wurde. Auf Fair Play der Funktionäre wird man noch lange warten müssen.

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