Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar: Es wird eng für Laschet

Düsseldorf (ots) - Was kommt denn noch alles? Das hat man sich angesichts immer neuer Salamischeibchen gefragt, die uns der CDU-Landesvorsitzende in der Noten-Affäre aufgetischt hat. Jetzt ist er auch noch in eine Steuer-Affäre verstrickt: Armin Laschet hat zwar sein Buchhonorar gespendet, dem Finanzamt aber die Spendenquittung vorgelegt, ohne den Betrag - was korrekt gewesen wäre - als Einnahme in seiner Steuererklärung anzugeben. Laschet mag in Unkenntnis der steuerrechtlichen Bestimmungen die Spendenquittung seinem Steuerberater ausgehändigt haben (hat dieser bei einer Spende von 4000 Euro nicht mal nachgefragt?). Doch dies schützt ihn nicht vor den nun zu erwartenden Nachforschungen der Behörden. Ob der Vorgang als Steuerhinterziehung zu werten ist und zu welchen Konsequenzen das führt, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass sich Laschet angreifbar gemacht hat. Es wird eng für ihn. Seine Hoffnung, dass Gras darüber wächst, dürfte sich nicht erfüllen. Die SPD wird ihn nicht schonen, zumal er der Ministerpräsidentin oft genug ihre Funkloch-Ausrede vorgehalten hat. Nun ist Laschet in der Defensive, und es ist nicht absehbar, ob und wie er da herauskommt.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: