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Rheinische Post: Kommentar: Ultimatum an Athen

Düsseldorf (ots) - Der griechische Ministerpräsident Tsipras ist an der Finanzmisere Griechenlands nicht schuld. Er könnte aber der Totengräber des Landes sein. Seine dilettantische Verhandlungsführung bringt Athen an den Rande des Abgrunds. Der Internationale Währungsfonds (IWF), im Kern griechenfreundlich, hat seine Delegation abgezogen. Die Euro-Finanzminister haben Tsipras ein Ultimatum gesetzt. Am 18. Juni muss er liefern. Der harte Kurs ist bitternötig. Denn inzwischen ist ein Grexit, der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, besser als ein Nachgeben der Geldgeber. Das würde den Sparkurs in Ländern wie Spanien, Portugal, Irland und Italien torpedieren und am Ende den Euroraum selbst sprengen. Tsipras muss sich entscheiden. Will er Hilfe, dann muss er sich zumindest teilweise auf die Bedingungen der Euro-Staaten einlassen. Sie stehen geschlossen gegen ihn. Will er heldenhaft in der Schlacht untergehen, ruiniert er zuerst sein Land und wird dann wieder am Tropf der EU hängen. Zeit hat er nicht. Am 18. Juni um 24 Uhr "isch over" - frei nach Schäuble.

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