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Rheinische Post: Kommentar: Laschets Lapsus

Düsseldorf (ots) - Man muss die Aachener Uni-Affäre von NRW-Oppositionsführer Armin Laschet nicht zur Staatsaffäre hochjazzen. Aber man muss Herrn Laschet schon fragen, mit welcher Ernsthaftigkeit und mit welchem professionellen Verständnis er seine Tätigkeit als Dozent an der renommierten Universität ausgeführt hat. Dass Klausuren auf dem Postweg "abhandenkommen", ist schon ungewöhnlich und wäre bei einem Postversand per Einschreiben auch zu vermeiden gewesen. Dass Herr Laschet im Nachhinein aber aus seinen Notizen heraus Noten an Studierende vergibt, die gar nicht an der Klausur teilgenommen haben, lässt nur den Schluss zu, dass Laschet das unangenehme Thema vom Tisch haben wollte, anstatt korrekt und der Bedeutung angemessen eine erneute Klausur zu stellen. Laschet bezeichnet das Verfahren nun selbst als "nicht optimal" und den Vorgang insgesamt als misslich. Das zeigt immerhin Einsicht. Dennoch hinterlässt so viel Ungeschicklichkeit Zweifel. Wer das wichtigste Amt Nordrhein-Westfalens anstrebt, sollte sein Ehrenamt im Griff haben.

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