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Rheinische Post: Kommentar von Eva Quadbeck: Störfeuer aus Russland

Düsseldorf (ots) - Seit Monaten bereitet die Bundesregierung präzise und bienenfleißig das G7-Treffen im bayerischen Elmau vor. Die Kanzlerin tritt zum zweiten Mal als Gastgeberin der Runde der großen Industriestaaten auf, die sich auch als "Wertegemeinschaft" sieht. Da will Angela Merkel nichts dem Zufall überlassen. Nun droht aber Störfeuer aus Russland. Wladimir Putin ist wegen der Annexion der Krim nicht eingeladen. Merkel hat dies gestern erneut betont und damit seine internationale Isolierung bestätigt und bestärkt. Merkel hält ihre bisherige Linie in der Ukraine-Politik ein, wohl wissend, dass Putin ihr die außenpolitische Glanzrolle auf dem Parkett der G7 verhageln kann. Man stelle sich nur einmal vor, die großen Sieben versammeln sich auf dem malerischen Schloss Elmau, während in der Ukraine wieder Blut fließt. Es ist kein Zufall, dass die Ukraine-Krise im Vorfeld des Gipfels der "östlichen Partnerschaft" der EU und des G7-Treffens eskaliert. Beide Gipfel empfindet Putin als Provokation. Aus seiner Sicht reagiert er nur.

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