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Rheinische Post: Kommentar
Cannabis-Freigabe? = Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens setzen sich die Grünen an die Speerspitze jener Bewegung, die die (weitgehende) Freigabe von Cannabis fordert. Sind es etwa dieselben Grünen, die sich noch vor wenigen Jahren massiv für ein striktes Rauchverbot in Cafés und Gaststätten eingesetzt haben? Damals wurden - zu Recht - vor allem gesundheitliche Gründe in den Mittelpunkt gerückt. Und das soll bei Cannabis plötzlich nicht mehr gelten? Niemand kann ausschließen, dass die verharmlosend so genannte "Alltagsdroge" beim kiffenden Konsumenten wie eine "Einstiegsdroge" wirkt und die Sucht nach mehr beflügelt. Seelisch labile Menschen könnten in einen Teufelskreis geraten, aus dem sie ohne fremde Hilfe kaum noch herausfinden. Dem kann die Gesellschaft nicht tatenlos zuschauen. Das Cannabis-Verbot darf daher nicht gelockert werden. Das verquere Argument, die Wirklichkeit sei doch längst darüber hinweggerollt, zieht nicht. Kein Mensch käme auf die Idee, Wohnungseinbrüche oder Kfz-Diebstahl legalisieren zu wollen, nur weil es sich um weit verbreitete Delikte handelt.

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