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Rheinische Post: Strombranche: Auch Verkehr und Hausbesitzer müssen Klimabeitrag leisten

Düsseldorf (ots) - Die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller, fordert die Bundesregierung auf, die Lasten des Klimaschutzes neu zu verteilen. "Auch andere Bereiche müssen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, nicht nur die Stromerzeuger", sagte Müller der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Als Beispiele nannte sie neben dem Verkehrssektor die energetische Gebäudesanierung. "Gerade hier wäre eine enorme Senkung der CO2-Emissionen möglich, wenn die Politik endlich entschlossen handeln würde." Müller weiter: "Ich fordere die Bundesregierung auf, einen Dialog zu starten, wie Deutschland sein Klimaziel am besten erreichen kann."

Zugleich warf sie Bundeswirtschaftsminister Gabriel vor, die Energiebranche zu spalten: "Das Bundeswirtschaftsministerium spielt gerade Erzeugungsart gegen Erzeugungsart aus, Groß gegen Klein und stromerzeugende gegen Nicht-selbst-erzeugende Unternehmen." Dabei brauche man vereinte Kräfte. Während Konzerne wie RWE die geplante Klimaabgabe ablehnen, haben 75 Stadtwerke in einem Brief an Gabriel die Abgabe begrüßt.

Die Verbandschefin forderte Gabriel auf, die Klimaabgabe vom Tisch zu nehmen. "Mit der Klimaabgabe hätte vor allem die Braunkohle kaum noch Chancen." Dabei gelte: "Als Ergänzung zu den Erneuerbaren Energien werden wir konventionelle Kraftwerke noch länger brauchen." Derzeit hätten Braun- und Steinkohle einen Anteil von 46 Prozent an der deutschen Stromerzeugung.

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