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Rheinische Post: Hölle auf Erden Von Stefan Weigel

Düsseldorf (ots) - Rund 18 000 Menschen leben im Flüchtlingslager Jarmuk im Süden von Damaskus. Männer, Frauen, Kinder. Wobei "leben" für sie nur bedeutet, noch nicht tot zu sein. Die Menschen hungern und dürsten zwischen Ruinen; sie werden von den Schergen des Assad-Regimes bombardiert und von den Kopfabschneidern des IS massakriert. Von einem "Todeslager" spricht Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon, und von der "tiefsten Hölle". Eine menschliche Tragödie. Doch was können wir tun? Ein Militäreinsatz ist im Westen nicht durchsetzbar und angesichts der politischen Lage in Syrien wohl auch nicht erfolgversprechender als der Versuch, mit Assad oder gar dem IS zu verhandeln. Also wie immer: "Tagesschau" gucken, den Kopf über den Nahen Osten schütteln und danach ein Fläschchen Rotwein öffnen? Es würde vielleicht helfen, die Bilder aus Jarmuk nicht wegzuspülen, sondern abzuspeichern, um sie dann abzurufen, wenn es darum geht, Flüchtlinge in der Nachbarschaft einzuquartieren. Wenn Mitleid unser erster Impuls wäre statt Angst, hätten alle viel gewonnen.

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