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Rheinische Post: Karneval und Terror Kommentar Von Helmut Michelis

Düsseldorf (ots) - Ist die Absage des Braunschweiger Karnevalszuges eine feige Kapitulation vor religiösem Extremismus? In der Haut der Sicherheitsbehörden, die diese Großveranstaltung so kurzfristig gestoppt haben, möchte man nicht stecken. Doch selbst wenn es sich am Ende herausstellen sollte, dass es sich um blinden Alarm gehandelt hat: Die Entscheidung war richtig. Im Zweifelsfall hat der Schutz von Menschenleben Vorrang - auch wenn es manche Islamisten nun möglicherweise als Erfolg verbuchen, die norddeutschen Jecken in Angst versetzt zu haben. Es bleibt die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er jetzt lieber auch die bevorstehenden rheinischen Züge meidet. Einen konkreten Anlass wie in Braunschweig dafür gebe es nicht, beruhigen die Behörden. Man darf zudem sicher sein, dass die Polizei diesmal ganz besonders wachsam sein wird. Dennoch: Hundertprozentigen Schutz kann es nicht geben. Abstrakt gefährdet ist letztlich jede Großveranstaltung, jede City, jeder Flughafen und jeder Hauptbahnhof. Es spricht also viel dafür, sich jetzt den Spaß an der Freud nicht verderben zu lassen.

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