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Rheinische Post: Kommentar
Im Zweifel für Freiheit = Von Michael Bröcker

Düsseldorf (ots) - Es ist ein menschenverachtender Anschlag, der gestern Paris erschütterte. Es ist ein Anschlag auf eine Zeitungsredaktion, die mit bissigen Mohammed-Karikaturen für Aufsehen sorgte. Es ist somit auch ein Anschlag auf das Werteverständnis der westlichen Welt. Auf die Pressefreiheit. Die Tat zeigt das mörderische und intolerante Gesicht eines Teils des Islam. Der Anschlag wird die aufgeheizte Stimmung im Clinch der Kulturen zusätzlich befeuern. Moderate Muslime müssen nun schnell und laut gegen den Missbrauch ihrer Religion sprechen. Und unsere Reaktion? Keine Karikaturen drucken, die den Islam aufs Korn nehmen? Menschlich nachvollziehbar wäre es. Angst ist ein Menschenrecht. Falsch wäre die Selbstzensur dennoch. Redaktionen und Karikaturisten müssen nicht alles veröffentlichen, nur weil sie es dürfen. Eine Provokation um der Provokation willen ist kein Journalismus. Aber Zuspitzung und Sarkasmus sind die DNA von Karikaturisten. Wir haben die Verantwortung, für diese Freiheit einzustehen. Die Männer und Frauen von "Charlie Hebdo" sind Vorbilder.

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