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Rheinische Post: Kommentar
Seehofers Problem = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Was steckt dahinter, wenn Horst Seehofer sich als seinen eigenen Nachfolger ins Gespräch bringt? Eine Antwort erhält, wer in der Kneipe nach den Namen der drei CSU-Bundesminister fragt, die seit fast einem Jahr regieren. Und dann auch noch wissen will, für welche erfolgreichen Projekte die CSU-Protagonisten stehen. Das ernüchternde Ergebnis lenkt den Blick auf den Chef. Er muss den Anspruch haben, dass die CSU im Bund mitspricht und damit auch ihre eigene Bedeutung unterstreicht. Dass sie wenig vorkommt, hat auch mit Seehofer zu tun. Mit seiner Fokussierung auf die Maut hat er sich ein Thema gesichert, das kaum zum Gewinner-Image taugt. Ausgerechnet in der Woche der Maut-Konzept-Präsentation eine Personaldebatte um sich selbst zu starten, mag daher eine hübsche Ablenkung bringen, letztlich unterstreicht es aber das CSU-Problem fehlender prägender Persönlichkeiten. So lange die Umfragen ihn stützen, kann sich Seehofer solche Eskapaden leisten. Brechen sie weg, stellt sich die Frage nach der Nachfolge schneller und anders als er vermutet.

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