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Rheinische Post: Feinde im eigenen Haus

Düsseldorf (ots) - Seit den verheerenden Terror-Anschlägen von Madrid und London 2004 und 2005 hat es in westlichen Ländern kein großes, von muslimischen Extremisten verübtes Attentat gegeben. Das ist auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und die Arbeit der Geheimdienste zurückzuführen - manchmal aber auch nur auf Glück. Wäre die Bombe explodiert, die Salafisten 2012 im Bonner Hauptbahnhof platziert hatten, es hätte ein Blutbad gegeben. Auch der Anschlag von Ottawa ist noch vergleichsweise glimpflich verlaufen. Dennoch belegt er die wachsende Bedrohung durch Terror aus dem Inneren der westlichen Gesellschaften, durch die Feinde im eigenen Haus. Die Täter sind nur sehr schwer zu stoppen, auch weil sie ihre Anschläge mit primitiven Mitteln verüben. In Ottawa war es eine Schrotflinte, es hätte auch ein Messer sein können. In Israel rasen die Attentäter mit Baumaschinen oder Autos in Menschenmengen. Es hat daher nichts mit Panikmache zu tun, wenn vor Ähnlichem auch für Deutschland gewarnt wird. Diese Form von Terror kann heute jede freie Gesellschaft treffen. Jederzeit.

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