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Rheinische Post: Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses: Bundestag nutzt unsichere Telefone

Düsseldorf (ots) - Alle Bundestagsabgeordneten sollten Mobiltelefone mit einer End-zu-End-Verschlüsselung nutzen. Das hat Patrick Sensburg (CDU, 43), der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses des Bundestages, im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagsausgabe) gefordert. "Die Bundesregierung hat für ihre Ministerien jetzt 2500 Krypto-Handys angeschafft, im Bundestag nutzen wir leider nur unsichere Telefone", sagte Sensburg. "Es wäre naiv, anderen Geheimdiensten oder der organisierten Kriminalität zu sagen: Das ist böse, bitte lasst das doch. Wir müssen unsere Daten stärker verschlüsseln, dann ist das massenhafte Abgreifen von Daten auch nicht mehr sinnvoll."

Auch die deutsche Wirtschaft müsse sich deutlich aktiver vor ausländischer Spionage schützen, mahnte der Unionspolitiker. Deutschland sei das Ziel einer intensiven Wirtschaftsausspähung. "Ich höre immer wieder, dass auch zum Beispiel Frankreich im Bereich Wirtschaftsspionage aktiv sein soll", sagte Sensburg. Er schätzt, dass mehr als jedes zweite deutsche Firma durch Spionage Daten verloren hat. "Jährlich erleiden deutsche Unternehmen dadurch einen Schaden von rund zwölf Milliarden Euro."

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