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Rheinische Post: Kommentar
CSU auf dem Holzweg = Von Michael Bröcker

Düsseldorf (ots) - Horst Seehofer muss um seine Macht wirklich sehr bangen, wenn er Karl-Theodor zu Guttenberg zurück in die politische Arena holen will. Jenen Mann, der in mehr als der Hälfte seiner Doktorarbeit fremdes Gedankengut als sein eigenes verkaufte und bis zuletzt betonte, dies sei lediglich auf seinen chaotischen Arbeitsstil zurückzuführen gewesen. Jener Mann, der lieber Talkmaster statt Abgeordnete mit nach Afghanistan nahm und sich mit Posen und Peinlichkeiten dem Boulevard an den Hals schmiss, dass man sich nur noch schämen konnte. Jener Mann, der die Aussetzung der Wehrpflicht als Akt der Gerechtigkeit inszenierte, obwohl er sie schlicht aus Spargründen opferte. Lieber Herr Seehofer, die deutsche Politik ist keine Resozialisierungsanstalt für Blender. Ein Guttenberg an führender Stelle wäre eine Ohrfeige für all die integren, fleißigen und engagierten Politiker dieser Republik. Angesichts des Größenwahns und der Selbstgerechtigkeit des Herrn Guttenberg müsse einem angst und bange werden, sollte dieser Mann je wieder die Geschicke dieses Landes lenken, hat die FAZ geschrieben. Daran hat sich nichts geändert.

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